Fed-Studie schlägt neue Risikoklassen für Krypto-Margen vor
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Fed-Studie schlägt neue Risikoklassen für Krypto-Margen vor

Drei Ökonomen der Federal Reserve schlagen eine neue Klassifizierung für Krypto-Währungsrisiken im ISDA SIMM-Rahmen vor. Sie fordern eine Aufteilung in „pegged“ und „floating“ Krypto-Assets für die Berechnung von Initial Margins.

Krypto-Risiken erfordern eigene Regeln

Eine neue Studie der Federal Reserve, verfasst von Anna Amirdjanova, David Lynch und Anni Zheng, beleuchtet die Klassifizierung von Krypto-Währungsrisiken im Rahmen des ISDA Standardized Initial Margin Model (SIMM).

Die Autoren argumentieren, dass Krypto-Währungen als digitale Assets, die auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basieren, finanzielle Risiken induzieren, die sich signifikant von traditionellen Risikoklassen wie Rohstoffen oder Devisen unterscheiden.

Daher schlagen sie vor, Krypto-Währungen in eine eigenständige Risikoklasse innerhalb des SIMM-Frameworks einzuteilen.

Diese neue Klasse soll in zwei Unterkategorien unterteilt werden: „pegged“ (an traditionelle Währungen gebundene) und „floating“ (frei schwankende) Krypto-Währungen als Risikofaktoren.

Die vorgeschlagene Methodik zur Kalibrierung der Risikogewichte innerhalb dieser Krypto-Risikoklasse ist konsistent mit den bestehenden Ansätzen, die bereits im SIMM angewendet werden.

Standardisierung für unbesicherte Märkte

Das ISDA Standardized Initial Margin Model (SIMM) ist ein weit verbreitetes Rahmenwerk zur Berechnung von Initial Margins für unbesicherte Derivatgeschäfte.

Es dient dazu, das Gegenparteirisiko zu mindern, indem es sicherstellt, dass für potenzielle zukünftige Expositionen ausreichende Sicherheiten hinterlegt werden.

Die vorliegende FEDS-Studie konzentriert sich speziell auf die Anwendung dieses Modells auf Geschäfte, die gegenüber den Risikofaktoren von Krypto-Währungen sensibel sind.

Die Notwendigkeit einer spezifischen Klassifizierung ergibt sich aus der einzigartigen Volatilität und den operationellen Risiken, die mit digitalen Assets verbunden sind.

Eine präzise Risikobewertung ist entscheidend, um die Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten und übermäßige Risikobereitschaft in den noch jungen Krypto-Märkten zu vermeiden.

Ein wichtiger Schritt zur Integration

Diese Studie liefert einen fundierten Ansatz zur Integration von Krypto-Risiken in etablierte Margenmodelle.

Sie erkennt die Eigenheiten digitaler Assets an, ohne die bewährten Prinzipien des SIMM zu untergraben.

Für die Finanzstabilität ist dies ein entscheidender Schritt, um die Risikotransparenz in den schnell wachsenden unbesicherten Krypto-Märkten zu erhöhen und eine solide Grundlage für zukünftige Regulierungen zu schaffen.