US-Zölle 2025: Haushalte zahlen mehr, kaufen weniger
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US-Zölle 2025: Haushalte zahlen mehr, kaufen weniger

Paradoxe Wirkung von US-Zöllen 2025: Eine neue Studie der Federal Reserve zeigt, dass Preise um 1 bis 2 Prozent steigen, während die Haushaltsausgaben um etwa 4 Prozent sinken. Einkommensschwache Haushalte tragen dabei eine überproportionale Last.

Zölle: Preise steigen, Ausgaben fallen stärker

Die erste Kernbotschaft der Studie ist, dass Zölle zu deutlich größeren Veränderungen bei den Ausgaben als bei den Preisen führen.

Eine Erhöhung des Zollsatzes um einen Prozentpunkt lässt die Einzelhandelspreise um etwa 0,15 Prozentpunkte steigen, was einer Preisweitergabe von rund 15 Prozent entspricht.

Eine alternative Spezifikation, die die Importpenetration berücksichtigt, ergibt eine Weitergabe von etwa 20 Prozent.

Im Durchschnitt der Zollerhöhungen im Untersuchungszeitraum implizieren diese Schätzungen, dass die Preise in betroffenen Konsumkategorien um etwa 1 bis 2 Prozent steigen, während die entsprechenden Ausgaben um rund 4 Prozent sinken.

Dieser Rückgang ist drei- bis viermal größer als der implizierte Preisanstieg und kann nicht allein durch höhere Preise erklärt werden, sondern deutet auf eine breitere Verhaltensanpassung der Haushalte hin.

Ungleiche Last: Arme zahlen mehr, Mittelschicht spart

Die zweite Kernbotschaft betrifft die Verteilung der Last auf verschiedene Einkommensgruppen.

Haushalte mit niedrigem Einkommen tragen eine überproportional hohe Preislast.

Ihre Wohlfahrtsverluste belaufen sich auf etwa 0,19 Prozent ihres Einkommens, verglichen mit 0,02 Prozent bei Haushalten mit hohem Einkommen.

Die dritte Erkenntnis, gestützt auf Umfragedaten, erklärt, warum die Ausgaben stärker sinken als die Preise steigen.

Während alle Einkommensgruppen ihre Ausgaben für zollbelastete Güter ähnlich stark reduzieren, unterscheiden sich die Anpassungsmechanismen.

Haushalte mit mittlerem Einkommen kürzen zusätzlich nicht-essenzielle Ausgaben und verlagern ihren Konsum hin zu grundlegenden Gütern.

Haushalte mit niedrigem Einkommen absorbieren die Zölle primär durch höhere Preise bei fortgesetzten Käufen, da sie weniger Spielraum für eine Umstrukturierung ihres Warenkorbs haben.

Weitreichende Folgen für die Geldpolitik

Die Studie liefert wichtige Einblicke in die mikroökonomischen Auswirkungen von Zöllen, die weit über reine Preissteigerungen hinausgehen.

Die Erkenntnis, dass Haushalte ihre Ausgaben stärker reduzieren als Preise steigen, deutet auf eine tiefgreifende Verhaltensänderung hin.

Dies könnte die Transmission geldpolitischer Impulse beeinflussen und erfordert eine genauere Betrachtung der Verteilungseffekte.