Fondsmanager: Effizienz persistenter als Skill für Alpha
Zwei Ökonomen der Federal Reserve Board stellen ein neues Maß für die Fähigkeit von Fondsmanagern vor: 'Effizienz'. Ihre Studie zeigt, dass diese persistenter ist als 'Skill' und zukünftige Alpha-Renditen besser vorhersagt.
Alpha neu gedacht: Skill und Effizienz
Ein neues Maß für die Fähigkeit von Fondsmanagern – 'Effizienz' – wird in einer aktuellen Studie der Federal Reserve Board vorgestellt.
Effizienz beschreibt die Fähigkeit, die Risikoprämie eines Risikofaktors zu erzielen.
Das bekannte Alpha, die anomale Rendite, wird dabei in zwei Komponenten zerlegt: 'aggregierte Effizienz' (die Beta-gewichtete Summe der Ineffizienzen über Risikofaktoren) und 'Skill' (der von Faktor-Exposures unabhängige Anteil).
Die Autoren Dong Hwan Oh und Andrew J. Patton analysierten ein Panel von US-Aktienfonds von 1999 bis 2023.
Sie dokumentieren signifikante Heterogenität in Skill und Effizienz und zeigen, dass Effizienz persistenter ist als Skill.
Zukünftige anomale Renditen können durch diese Zerlegung besser prognostiziert werden.
Die Studie nutzt Regressionsbäume und deren Erweiterungen, um diese Heterogenität zu erfassen.
Skill und Effizienz: Ein Trade-off
Die Studie deckt einen negativen Zusammenhang zwischen Skill und Effizienz auf: Fonds mit hohem Skill sind tendenziell weniger effizient.
Fonds im obersten Skill-Quintil haben eine 2,5-mal höhere Wahrscheinlichkeit, im untersten Effizienz-Quintil zu landen.
Dies deutet auf einen Trade-off hin, bei dem die Konzentration auf eine Fähigkeit die andere beeinträchtigen könnte.
Die Effizienz erweist sich mit einem autoregressiven Koeffizienten von 0,13 als persistenter als Skill (0,05).
Dies legt nahe, dass Effizienz eine fundamentalere Eigenschaft des Investmentprozesses ist.
Prognosen zukünftiger abnormaler Renditen verbessern sich signifikant, wenn vergangene Renditen in Skill und Effizienz zerlegt werden, insbesondere positivem Skill und negativer Effizienz.
Jenseits des Alpha: Der wahre Wert
Diese Studie liefert einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Bewertung von Fondsmanagern, indem sie über das traditionelle Alpha hinausgeht.
Die Zerlegung in Skill und Effizienz bietet Investoren und Analysten ein differenzierteres Bild der Managerleistung und ihrer Persistenz.
Für die Praxis bedeutet dies, dass bei der Fondsauswahl nicht nur der 'Skill', sondern auch die 'Effizienz' bei der Realisierung von Risikoprämien entscheidend ist.