US-Anleihekäufe beeinflussen Banken im Euroraum über Kapital-Kanal
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US-Anleihekäufe beeinflussen Banken im Euroraum über Kapital-Kanal

US-Anleihekäufe der Fed beeinflussen die Kreditvergabe im Euroraum über einen internationalen Bankenkapital-Kanal. Eine neue FEDS-Studie zeigt: Schlechter kapitalisierte Banken reduzieren ihre Kreditvergabe stärker.

Der internationale Bankenkapital-Kanal

Die Federal Reserve beeinflusst die Kreditvergabe im Euroraum durch einen Mechanismus, den die Autoren als 'internationalen Bankenkapital-Kanal' unkonventioneller Geldpolitik bezeichnen.

Reagiert die Fed mit Anleihekäufen, die zu einer Versteilerung der US-Staatsanleihenkurve führen, schrumpfen die Treasury-Positionen der Banken im Euroraum.

Dies verschlechtert ihre Kapitalquoten.

Banken mit geringerer Kapitalausstattung reduzieren daraufhin ihre Kreditvergabe stärker als besser kapitalisierte Institute.

Die Ergebnisse deuten auf eine wichtige Rolle von Neubewertungseffekten, unvollkommener Risikoabsicherung und Kredit als Anpassungsmarge für Banken nahe regulatorischer Kapitalgrenzen hin.

Spillover-Effekte auf Basis von Bankdaten

Die Studie untersucht die Spillover-Effekte der großvolumigen Anleihekäufe (LSAPs) der USA auf die Finanzintermediation im Euroraum.

Dafür nutzen die Ökonomen detaillierte Bankenaufsichtsdaten auf Institutsebene und hochfrequent identifizierte geldpolitische Überraschungen.

Diese präzisen Paneldaten ermöglichen es, den Einfluss der LSAPs auf die Bilanzen der Banken nachzuvollziehen.

Die Analyse beleuchtet, wie die US-Geldpolitik über internationale Kanäle wirkt und trägt zum Verständnis des globalen Finanzzyklus bei.