Suchfriktionen reduzieren optimale Zölle laut Fed-Studie
Eine neue Fed-Studie untersucht Zölle in einem dynamischen Modell mit Suchfriktionen zwischen exportierenden Produzenten und importierenden Händlern. Die Autoren zeigen, dass Suchfriktionen optimale Zölle reduzieren und neue Anreize für Importsubventionen schaffen.
Neue Formel für optimale Zölle
Die Studie präsentiert ein dynamisches allgemeines Gleichgewichtsmodell, das Suchfriktionen zwischen heterogenen exportierenden Produzenten und importierenden Händlern berücksichtigt.
Sie belegt ein einzigartiges Gleichgewicht und charakterisiert analytisch unilaterale Importzölle, die das heimische Wohl maximieren.
Suchfriktionen fügen der Standardformel für optimale Zölle zwei neue Terme hinzu: Einer senkt Zölle bei niedrigen Kontaktraten, der andere, wenn private Exportkosten die sozialen Opportunitätskosten übersteigen.
Zudem schaffen Suchfriktionen neue Anreize zur Subventionierung von Importen aufgrund von Markt-Dickeneffekten.
Kalibriert mit US- und chinesischen Daten von 2016, zeigt das Modell, dass höhere Suchkosten optimale US-Zölle reduzieren und Wohlfahrtsreaktionen auf Zolländerungen dämpfen.
So erhöht ein optimaler unilateraler Zoll die US-Wohlfahrt bei Basisfriktionen nur um 0,03 Prozent, verglichen mit 1,0 Prozent bei reduzierten Friktionen.
Markt-Dickeneffekte und Externalitäten
Die neue Formel für optimale Zölle impliziert, dass ein Sozialplaner Importmärkte mit hohen Import-Markdowns subventioniert, indem er niedrigere Zölle festlegt, um die Kontaktraten zu erhöhen.
Suchfriktionen führen auch zu neuen Externalitäten: Produzenten berücksichtigen ihre Auswirkungen auf ungematchte Raten nicht, im Gegensatz zum Sozialplaner, der die sozialen Opportunitätskosten der Produktion einbezieht.
Dies führt zu höheren Importzöllen, wenn die sozialen Opportunitätskosten der Exporte die relativen privaten Kosten übersteigen.
Zudem verstärken Suchfriktionen den Anreiz zur Subventionierung von Importen durch erhöhte Händlerbeteiligung und höhere Matching-Raten, was die Opportunitätskosten von Exporten senkt.
Komplexität trifft Handelspolitik
Diese Forschung verfeinert das Verständnis der optimalen Zollpolitik erheblich, indem sie realistische Suchfriktionen integriert.
Die Ergebnisse legen nahe, dass traditionelle Modelle die Vorteile von Zöllen überschätzen und den Wert von Marktdicke unterschätzen könnten.
Entscheidungsträger sollten diese nuancierten Effekte berücksichtigen, um effektivere und wohlfahrtssteigernde Handelsstrategien zu entwickeln.