Jeffersons Wirtschaftsausblick: Energiepreise belasten Inflation
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Jeffersons Wirtschaftsausblick: Energiepreise belasten Inflation

Philip N. Jefferson, Vize-Vorsitzender der Federal Reserve, präsentierte seinen aktualisierten Wirtschaftsausblick. Er betonte das robuste Wachstum, warnte jedoch, dass erhöhte Energiepreise und die Zollpolitik den Weg zur Zwei-Prozent-Inflation erschweren.

Robuste Wirtschaft, angespannter Arbeitsmarkt

Die US-Wirtschaft wuchs 2025 um rund 2 Prozent und wird voraussichtlich 2026 in ähnlichem Tempo expandieren, getragen von resilienten Konsumenten und gesunden Unternehmensinvestitionen, insbesondere in Hochtechnologie und KI-Infrastruktur.

Der Arbeitsmarkt ist weitgehend ausgeglichen, mit einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent im Februar 2026, unverändert seit September 2025.

Das Beschäftigungswachstum ist jedoch mit einem Drei-Monats-Durchschnitt von 6.000 neuen Stellen im Februar gering.

Die Inflation bleibt über dem Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve: Der PCE-Preisindex stieg in den zwölf Monaten bis Februar um geschätzte 2,8 Prozent, die Kerninflation um 3,0 Prozent.

Fortschritte bei der Senkung der Kerninflation stagnierten im letzten Jahr.

Die anhaltende Unsicherheit über die Zollpolitik und der jüngste Anstieg der Energiepreise erschweren den Inflationspfad.

Geldpolitik im Spannungsfeld der Risiken

Die Federal Reserve hielt den Leitzins-Korridor in der letzten FOMC-Sitzung stabil, nachdem er in den letzten anderthalb Jahren um 175 Basispunkte gesenkt wurde.

Jefferson betonte die Datenabhängigkeit künftiger Anpassungen.

Erhöhte Energiepreise, mit einem Anstieg des Benzinpreises um etwa einen Dollar pro Gallone seit Beginn des Nahostkonflikts, belasten Konsumenten und Unternehmen.

Dies könnte zu breiterem Preisdruck führen.

Die USA sind ein Nettoexporteur von Energie, und Texas ist der größte Produzent.

Dies könnte die Region durch erhöhte Bohraktivitäten, Arbeitsplätze und Gewinne im Energiesektor abfedern, auch wenn keine Region vollständig immun ist.

Die Geldpolitik berücksichtigt die Gesamtwirtschaft, nicht einzelne Sektoren.

Komplexes Bild erfordert Geduld

Jeffersons Rede zeichnet ein komplexes Bild: Robustes Wachstum trifft auf hartnäckige Inflationsrisiken durch Energiepreise und Zollpolitik.

Die Betonung der Datenabhängigkeit unterstreicht die vorsichtige Haltung der Fed in einem unsicheren Umfeld, ohne neue geldpolitische Signale zu senden.

Dies bestätigt die Notwendigkeit einer flexiblen Politik, die bereit ist, auf eine Reihe von Entwicklungen zu reagieren.

Quelle: Jefferson, Economic Outlook and Energy Effects

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