Jefferson sieht US-Wirtschaft weiter wachsen, warnt vor Inflationsrisiken
Philip N. Jefferson, Vizevorsitzender der Federal Reserve, präsentierte am 7. April 2026 in Detroit seinen Wirtschaftsausblick. Er sieht die US-Wirtschaft weiter wachsen, den Arbeitsmarkt stabil, aber anfällig, und die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel.
KI-Boom treibt Wachstum, Energiepreise bremsen Inflation
Die US-Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um rund 2 Prozent und wird voraussichtlich in diesem Jahr ähnlich oder schneller expandieren.
Wachstumstreiber sind Investitionen in Hochtechnologie, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, sowie eine hohe Rate an Neugründungen und Deregulierungsaktivitäten.
Gleichzeitig belasten der Nahostkonflikt und anhaltend hohe Energiepreise die Konsum- und Unternehmensausgaben.
Die Inflation verharrt seit fünf Jahren über dem 2-Prozent-Ziel der Fed.
Der PCE-Preisindex stieg im Februar um geschätzte 2,8 Prozent, die Kerninflation um 3,0 Prozent.
Fortschritte bei der Senkung der Kerninflation blieben im letzten Jahr aus, hauptsächlich aufgrund von Zöllen.
Geopolitische Spannungen und Handelsunsicherheiten bergen weiterhin Aufwärtsrisiken für die Teuerung.
Arbeitsmarkt stabilisiert sich, Fed bleibt datenabhängig
Nach einer allmählichen Abkühlung im Jahr 2025, als die Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent im Januar auf 4,5 Prozent im November stieg, zeigt der US-Arbeitsmarkt jüngst Anzeichen einer Stabilisierung.
Im März sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent, und es wurden 178.000 neue Stellen geschaffen.
Das durchschnittliche Jobwachstum im ersten Quartal lag bei 70.000 Stellen pro Monat.
Jefferson beschreibt den Markt als 'Low-Hire, Low-Fire'-Zustand, bleibt aber vorsichtig in seiner Einschätzung der Stabilität.
Er betonte seine Unterstützung für die Entscheidung des FOMC, den Leitzins unverändert zu lassen, nachdem dieser in den letzten 18 Monaten um 175 Basispunkte gesenkt wurde.
Die aktuelle geldpolitische Haltung sei gut positioniert, um auf verschiedene Entwicklungen zu reagieren und zukünftige Anpassungen datenabhängig vorzunehmen.
Quelle: Jefferson, Economic Outlook and the Labor Market
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