Waller: Kerninflation steigt, Fed muss bereit sein
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Waller: Kerninflation steigt, Fed muss bereit sein

Christopher J. Waller, Mitglied des Federal Reserve Board, sieht die US-Geldpolitik an einem Scheideweg. Er äußert sich besorgt über die steigende Kerninflation, die von 3,0 Prozent im Dezember 2025 auf 3,4 Prozent im Mai 2026 gestiegen ist.

Wallers Inflationsdilemma

Waller betont, dass die US-Wirtschaft auf der realen Seite in guter Verfassung sei, doch Inflation und Geldpolitik stünden an einem Scheideweg.

Trotz höherer Zölle 2025 und des Nahostkonflikts stieg die Kerninflation (gemessen am 12-Monats-PCE-Satz) von 3,0 Prozent im Dezember 2025 auf 3,4 Prozent im Mai 2026.

Er ist besorgt, dass dieser Aufwärtstrend die Rückkehr zum 2-Prozent-Ziel erschweren könnte.

Waller ist entschlossen, den Fehler von 2021, zu spät auf hohe Inflation zu reagieren, nicht zu wiederholen.

Gleichzeitig warnt er davor, vergangene Fehler durch neue zu ersetzen, indem man die Politik übermäßig strafft und eine Rezession riskiert.

Die morgigen Inflationsdaten werden entscheidend für die Bestimmung des angemessenen geldpolitischen Pfades sein.

Robuste Wirtschaft, volatile Preise

Die Wirtschaftsaktivität bleibt solide, gestützt durch resiliente Konsumenten und starke Investitionen in künstliche Intelligenz (KI).

Der Arbeitsmarkt zeigt sich stabil und ausgeglichen, mit durchschnittlich 111.000 neuen Stellen pro Monat in den letzten drei Monaten – eine deutliche Verbesserung gegenüber 2025.

Waller sieht den Arbeitsmarkt nahe am maximal nachhaltigen Niveau und nicht als Inflationsquelle.

Die Gesamtinflation (Headline-PCE) lag im Mai bei 4,1 Prozent, die Kerninflation bei 3,4 Prozent.

Haupttreiber dieser Preissteigerungen sind Zölle, Energiepreise und die starke Nachfrage durch den KI-Ausbau, insbesondere bei Halbleitern und Servern.

Vorsichtiger Kurs in unsicheren Zeiten

Waller beobachtet die Preisentwicklungen aufmerksam und sieht das Risiko einer breiteren Inflationsausbreitung.

Die Fed muss bereit sein, die Geldpolitik zu straffen, um eine Wiederholung der Fehler von 2021 zu vermeiden.

Gleichzeitig ist Vorsicht geboten, da der Arbeitsmarkt weniger angespannt ist und eine zu aggressive Straffung eine Rezession auslösen könnte.

Quelle: Waller, Monetary Policy at a Crossroads

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