Finanzstabilitätsrat legt Fahrplan für operativen Abwicklungsrahmen vor
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) hat seinen Abwicklungsbericht 2025 veröffentlicht. Er bewertet den globalen Fortschritt bei Abwicklungsreformen und legt Prioritäten für 2026 fest, um die Operationalisierung der Rahmenwerke voranzutreiben.
Grundlagen gelegt, Fokus auf operative Umsetzung
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) konstatiert in seinem Abwicklungsbericht 2025, dass die grundlegenden Abwicklungsrahmen weltweit weitgehend etabliert sind.
Deutliche Fortschritte wurden bei der operativen Planung und den Abwicklungsfähigkeitsbewertungen erzielt.
Im Jahr 2025 unterstützte der FSB die operative Bereitschaft der Abwicklungsbehörden durch die Veröffentlichung eines Praxisleitfadens zu Übertragungsinstrumenten, der Erkenntnisse aus früheren Abwicklungsfällen teilt.
Zudem förderte der FSB den Wissensaustausch zur Finanzierung in der Abwicklung und trieb die Arbeit an der Bail-in-Umsetzung durch eine spezielle Task Force voran.
Dominique Laboureix, Vorsitzende des Single Resolution Board und des FSB Resolution Steering Group, betonte: "Dieser Abwicklungsbericht unterstreicht die 2025 erzielten Fortschritte bei der Verbesserung der Krisenbereitschaft von Banken, Versicherern und CCPs.
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Fahrplan für 2026: Grenzüberschreitende Hürden abbauen
Für 2026 plant der FSB weitere Arbeiten, um kritische Herausforderungen wie die Finanzierung in der Abwicklung und die effektive Bail-in-Umsetzung, insbesondere in grenzüberschreitenden Kontexten, anzugehen.
Zudem will der Finanzstabilitätsrat eine strategische Überprüfung seiner Aktivitäten zur Krisenbereitschaft starten.
Diese soll sicherstellen, dass die Maßnahmen mit neuen Risiken und strukturellen Veränderungen im Finanzsektor übereinstimmen und die Koordination unter den Standardsetzern stärken.
Eine Aktualisierung der 'Good Practices for Crisis Management Groups' wurde ebenfalls veröffentlicht, um die Krisenkoordination zwischen Heimat- und Gastbehörden zu verbessern.
Ambitioniert, aber mit bekannten Hürden
Der Bericht des FSB zeigt zwar Fortschritte, doch die benannten Herausforderungen wie grenzüberschreitende Bail-ins und die Finanzierung in der Abwicklung sind seit Jahren bekannt.
Die angekündigte strategische Überprüfung der Krisenbereitschaft ist überfällig, um auf neue Risiken zu reagieren.
Ob die neuen Praxisleitfäden die Umsetzung in der Praxis signifikant beschleunigen, bleibt abzuwarten.