FSB-Report: Leverage und Konzentration bedrohen Repo-Märkte
Die Finanzstabilitätsbehörde (FSB) warnt in einem neuen Bericht vor erheblichen Stabilitätsrisiken in den globalen Repo-Märkten. Leverage, Angebots- und Nachfrageungleichgewichte sowie hohe Konzentration könnten das Finanzsystem gefährden.
Hebel, Ungleichgewicht, Konzentration
Der Bericht schätzt, dass Ende 2024 rund 16 Billionen US-Dollar an Repo-Geschäften mit Staatsanleihen als Sicherheit ausstanden, was etwa 80 Prozent des gesamten Repo-Marktes ausmacht.
Das FSB identifiziert drei Hauptschwachstellen: Erstens ermöglichen Repo-Märkte den Aufbau von Leverage im Finanzsystem; etwa 70 Prozent der nicht-zentral geclearten Aktivitäten erfolgen ohne Haircuts, und die Rehypothezierung von Sicherheiten ist hoch.
Zweitens können in Stressphasen schnell Angebots- und Nachfrageungleichgewichte entstehen, wenn Repo-Geber nicht bereit oder in der Lage sind, Liquiditätsspitzen zu decken.
Drittens sind Repo-Märkte stark konzentriert, was im Falle von Ausfällen zu Störungen führen könnte.
Schockwellen im Finanzsystem
Die grundlegende Natur der Repo-Märkte kann Schocks über verschiedene Kanäle im Finanzsystem verbreiten.
Belastungen in Repo- und Staatsanleihenmärkten können sich gegenseitig oder über mehrere Jurisdiktionen hinweg auswirken, da Repo-Märkte international vernetzt sind.
Unzureichende Haircuts erhöhen zudem das Risiko für Kreditgeber bei gehebelten Gegenparteien und verstärken so die Risiken im gesamten Finanzsystem.
Das FSB fordert die Behörden auf, Maßnahmen zu prüfen, darunter das Schließen von Datenlücken, die Stärkung der Überwachung und die Adressierung von Schwachstellen im Zusammenhang mit Liquiditätsungleichgewichten und Leverage.