Private Credit: FSB warnt vor Anfälligkeiten
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Private Credit: FSB warnt vor Anfälligkeiten

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) warnt in einem neuen Bericht vor Anfälligkeiten im schnell wachsenden Private-Credit-Markt. Dieser erreichte Ende 2024 ein Volumen von 1,5 bis 2,0 Billionen US-Dollar.

Verborgene Risiken im Milliardenmarkt

Der Private-Credit-Markt ist rasant auf geschätzte 1,5 bis 2,0 Billionen US-Dollar Ende 2024 angewachsen und konzentriert sich stark auf wenige Jurisdiktionen.

Obwohl er Vorteile wie maßgeschneiderte Finanzierungen für Unternehmen und Diversifikation für Investoren bietet, birgt er auch erhebliche Anfälligkeiten.

Der FSB-Bericht hebt komplexe Verflechtungen mit Banken, Bedenken hinsichtlich der Kreditqualität der Kreditnehmer und mangelnde Transparenz bei der Bewertung hervor.

Banken sind über Finanzierungsvereinbarungen und strategische Partnerschaften mit Private-Credit-Fonds verbunden.

Direkte Engagements von Banken gegenüber Private-Credit-Fonds belaufen sich auf rund 220 Milliarden US-Dollar an gezogenen und ungenutzten Kreditlinien.

Indirekte Risiken entstehen zudem durch revolvierende Kreditfazilitäten für Unternehmen, die gleichzeitig von Private-Credit-Fonds finanziert werden, sowie durch den zunehmenden Einsatz von synthetischen Risikotransfers.

Datenlücken erschweren Aufsicht

Der schnell wachsende Private-Credit-Markt ist in einem längeren Wirtschaftsabschwung noch ungetestet.

Der Bericht warnt vor einer geringeren Kreditqualität und höherer Verschuldung der Kreditnehmer im Vergleich zu öffentlichen Märkten.

Anzeichen von Stress, wie die Zunahme von Payment-in-Kind-Vereinbarungen und steigende Ausfallraten, sind erkennbar.

Die Konzentration auf Sektoren wie Technologie und Gesundheitswesen erhöht das Risiko einer breiteren Marktstörung.

Der FSB fordert die Behörden auf, Datenlücken zu schließen, Definitionen zu harmonisieren und die Analyse finanzieller Verflechtungen sowie Liquiditätsprobleme zu vertiefen.

Quelle: FSB warns on private credit vulnerabilities

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