FSB-Arbeitsprogramm 2026: Fokus auf Digitalisierung und Stabilität
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FSB-Arbeitsprogramm 2026: Fokus auf Digitalisierung und Stabilität

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) hat sein Arbeitsprogramm für 2026 vorgestellt. Es konzentriert sich auf die Stärkung der globalen Finanzstabilität angesichts von Digitalisierung und dem wachsenden Nichtbanken-Sektor.

Neue Herausforderungen im Fokus

Das Arbeitsprogramm des Finanzstabilitätsrats (FSB) für 2026 zielt darauf ab, die globale Finanzstabilität zu fördern und gleichzeitig auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

Zu den zentralen Prioritäten gehören die Digitalisierung des Finanzwesens, die wachsende Bedeutung des Nichtbanken-Sektors sowie die Modernisierung von Regulierung und Aufsicht.

Das FSB wird seine laufenden Bewertungen von Schwachstellen fortsetzen, unter anderem durch halbjährliche Berichte und Frühwarnübungen.

Ein Bericht über Privatkredite wird fertiggestellt.

Zudem beginnt das FSB neue Arbeiten zu Schwachstellen, die möglicherweise Devisenderivatemärkte oder private Finanzierungen umfassen.

Auch die Verbesserung des Ansatzes zur Bewertung von Schwachstellen wird vorangetrieben.

Mitglieder bleiben wachsam und bereit, politische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Resilienz des globalen Finanzsystems zu ergreifen.

Stärkung der Resilienz im Finanzsystem

Das FSB wird die Bewertung von Schwachstellen im Nichtbanken-Sektor durch verbesserte Methodologien und die Behebung von Datenproblemen vorantreiben.

Dies umfasst Folgearbeiten zu Geldmarktfonds (MMFs) und offenen Investmentfonds (OEFs) sowie zu Nichtbanken-Leverage und OTC-Derivaten.

Im Bereich digitaler Innovationen und Krypto-Assets wird das FSB die Entwicklungen weiter beobachten und mögliche Schwachstellen von Stablecoins, insbesondere bei grenzüberschreitenden Anwendungen, untersuchen.

Auch bewährte Verfahren für die Einführung und Nutzung von KI durch Finanzinstitute werden erarbeitet.

Die operationelle Resilienz des Finanzsektors soll durch öffentlich-private Zusammenarbeit gestärkt werden.

Eine Bestandsaufnahme der regulatorischen Modernisierungsinitiativen der Mitgliedsländer ist ebenfalls geplant, um globale Abstimmung zu fördern.

Ambitioniert, aber mit bekannten Hürden

Das FSB-Arbeitsprogramm für 2026 ist umfassend und adressiert die drängendsten Risiken im globalen Finanzsystem.

Die Herausforderung wird jedoch in der Koordination der zahlreichen Initiativen und der Überwindung nationaler Interessen liegen.

Ob die ambitionierten Ziele angesichts der Komplexität der Themen vollständig erreicht werden können, bleibt abzuwarten.

Quelle: FSB Work Programme for 2026

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