Stablecoins verstärken Wechselkurs-Volatilität in Schwellenländern
Eine Studie der HKMA belegt: Stablecoins erhöhen die Wechselkursvolatilität in Schwellenländern. Starke Transaktionsflüsse und Preisinstabilität sind die Haupttreiber der Schwankungen.
Transaktionsflüsse als Volatilitätstreiber
Die Studie der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) untersucht den Zusammenhang zwischen Stablecoin-Handel und Wechselkursvolatilität in zwölf Schwellenländern.
Dabei zeigt sich: Währungen mit stärkeren Transaktionsflüssen gegenüber USD Tether (USDT), dem größten US-Dollar-gebundenen Stablecoin, weisen eine erhöhte Wechselkursvolatilität auf.
Bei einem Anstieg der Transaktionsflüsse um eine Standardabweichung steigt die historische Volatilität für stark exponierte EME-Währungen um median 3,6 Prozent, verglichen mit nur 0,35 Prozent bei geringen Flüssen.
Zudem induziert die Preisinstabilität von Stablecoins zusätzliche Wechselkursvolatilität für stärker exponierte EME-Währungen, was auf eine Übertragung von Stress aus den Stablecoin-Märkten auf den Devisenmarkt hindeutet.
Diese Effekte bleiben auch nach Berücksichtigung anderer relevanter Faktoren bestehen.
Anziehungskraft und Mechanismen
Stablecoins bieten eine attraktive Alternative für grenzüberschreitende Zahlungen und Investitionen, insbesondere in Schwellenländern.
Dort können Anleger USD-Stablecoins direkt mit lokalen Fiat-Währungen erwerben, was den Zugang zu ausländischen Vermögenswerten erleichtert und die Notwendigkeit einer vorherigen US-Dollar-Konvertierung umgeht.
Diese Funktion ist für EMEs mit weniger entwickelten Finanzmärkten besonders vorteilhaft.
Die rapiden Transaktionsflüsse zwischen EME-Währungen und USD-Stablecoins führen jedoch zu erhöhten Umwandlungsaktivitäten auf dem Devisenmarkt.
Dies wiederum steigert die FX-Aktivität und kann die Wechselkursvolatilität der betroffenen Schwellenländerwährungen signifikant beeinflussen.