HKD stabil, Nahost-Konflikt trübt Ausblick
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HKD stabil, Nahost-Konflikt trübt Ausblick

Die Währungsbehörde von Hongkong (HKMA) stellte die Stabilität des Hongkong-Dollars fest, warnt jedoch vor Risiken durch den Nahost-Konflikt. Der Bericht deckt den Zeitraum von Ende 2025 bis April 2026 ab.

HKD stabil trotz Zinsdifferenzen

Der Hongkong-Dollar (HKD) bewegte sich im Berichtszeitraum zwischen 7,7818 und 7,8387 gegenüber dem US-Dollar.

Anfang 2026 schwächte sich der HKD ab, da die Interbankensätze (HIBORs) nachließen und Carry-Trade-Aktivitäten begünstigten.

Eine Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt im März führte zu einer Auflösung von Short-Positionen und stärkte den HKD kurzzeitig.

Dennoch drückten erneute Carry-Trades, motiviert durch niedrigere HKD-Zinsen im Vergleich zu USD, den HKD wieder nach unten.

Eine geringe Liquidität aufgrund globaler Risikoaversion verstärkte die Spotpreisbewegungen.

Gegen Ende des Quartals erholte sich der HKD leicht durch die Auflösung von Short-Positionen, da kurzfristige Zinsen festigten.

Die HIBORs folgten im Allgemeinen ihren US-Pendants, wurden aber auch durch die lokale Angebots- und Nachfragesituation beeinflusst.

Die geldpolitische Basis stieg auf 2.061,37 Mrd. HKD und wurde vollständig durch Devisenreserven gedeckt.

Die Konvertibilitätszusagen wurden nicht ausgelöst, und der Aggregierte Saldo blieb stabil bei rund 54 Mrd. HKD.

Die Märkte handelten reibungslos.

Nahost-Konflikt trübt globale Aussichten

Der Iran-Konflikt störte die Rohstoffversorgung, verstärkte den globalen Inflationsdruck und löste Finanzmarkt-Abverkäufe aus, was die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum trübte.

Die anhaltende Pattsituation in den US-Iran-Verhandlungen und eine neue US-Seeblockade erhöhten den Druck auf die Energiepreise.

Dies komplizierte den Ausblick für die globale Geldpolitik erheblich.

In Asien wurde die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit durch starke Exporte gestützt, angetrieben durch die Nachfrage nach KI-bezogenen Gütern und die Expansion von Nicht-Tech-Produkten.

Der Iran-Konflikt erhöhte jedoch die Unsicherheit in der Region, da die meisten Volkswirtschaften Netto-Energieimporteure sind.

Die Schwere der Auswirkungen hängt von der Dauer des Konflikts und den spezifischen Expositionen ab.

Stabilität unter Druck

Hongkongs Wirtschaft expandierte Anfang 2026, doch der Energieschock durch den Nahost-Konflikt zeigt erste Auswirkungen auf bestimmte Sektoren.

Während der Wohnungsmarkt seinen Aufwärtstrend fortsetzte, bleiben Gewerbeimmobilien unter Druck, mit nur leichten Verbesserungen in Top-Lagen.

Die HKMA steht vor der Herausforderung, die lokale Stabilität angesichts globaler geopolitischer Spannungen, der Nachhaltigkeit des KI-Booms und des US-Zinspfades zu sichern.