Hypothekendarlehen in Negativ-Eigenkapital sinken deutlich
Die Zahl der Hypothekendarlehen in Negativ-Eigenkapital ist in Hongkong Ende Dezember 2025 auf 21.304 Fälle gesunken. Das sind 32 Prozent weniger als im September 2025, wie die HKMA bekannt gab.
Deutlicher Rückgang bei Problemkrediten
Die geschätzte Zahl der Hypothekendarlehen in Negativ-Eigenkapital sank Ende Dezember 2025 auf 21.304 Fälle, verglichen mit 31.449 Fällen Ende September 2025. Dieser deutliche Rückgang um rund 32 Prozent innerhalb eines Quartals signalisiert eine gewisse Entspannung am Immobilienmarkt Hongkongs.
Parallel dazu reduzierte sich der aggregierte Wert dieser Darlehen erheblich von 156,8 Milliarden HKD Ende September auf 105,4 Milliarden HKD Ende Dezember.
Auch der ungesicherte Anteil, der die aktuelle Marktwertermittlung der Immobilie übersteigt, verringerte sich spürbar von 10,9 Milliarden HKD auf 6,2 Milliarden HKD.
Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) führte aus, dass die betroffenen Fälle primär Mitarbeiterdarlehen von Banken oder Hypothekendarlehen im Rahmen von Hypothekenversicherungsprogrammen umfassten, welche aufgrund ihrer Struktur typischerweise höhere Beleihungsquoten aufweisen und somit anfälliger für Wertschwankungen sind.
Delinquenzrate bleibt niedrig
Trotz des Rückgangs der Fälle in Negativ-Eigenkapital stieg die Drei-Monats-Delinquenzrate dieser Darlehen leicht an: von 0,24 Prozent Ende September 2025 auf 0,31 Prozent Ende Dezember 2025. Die HKMA betonte, dass diese Quote weiterhin auf einem niedrigen Niveau verbleibt.
Die Erhebung der HKMA bezieht sich ausschließlich auf Ersthypotheken von autorisierten Institutionen, bei denen der Institution bekannt ist, dass der ausstehende Darlehensbetrag den aktuellen Marktwert der Immobilie übersteigt.
Darlehen aus Kofinanzierungsprogrammen sind in diesen Zahlen nicht enthalten, da die Banken keine Aufzeichnungen über die ausstehenden Salden der Zweithypotheken führen.
Die Umfrage deckt etwa 99 Prozent des gesamten Hypothekenmarktes ab.
Entspannung, aber keine Entwarnung
Der Rückgang der Negativ-Eigenkapital-Fälle signalisiert eine Entspannung am Immobilienmarkt und stützt die Finanzstabilität.
Die leichte Zunahme der Delinquenzrate ist jedoch ein Warnsignal für bestimmte Kreditnehmer, das Beachtung verdient.
Das Gesamtbild bleibt unvollständig, da Zweithypotheken und Kofinanzierungsprogramme nicht erfasst werden, was die tatsächliche Belastung verschleiern könnte.