Künstliche Intelligenz: Norges Bank analysiert Einfluss auf Produktivität und Zinspolitik
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Künstliche Intelligenz: Norges Bank analysiert Einfluss auf Produktivität und Zinspolitik

Die Norges Bank untersucht in einer Präsentation die potenziellen Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die makroökonomische Produktivität und die Geldpolitik. Die Analyse beleuchtet, wie KI Produktivitätsschocks auslösen und die Zinspolitik beeinflussen könnte.

KI als Produktivitätstreiber und geldpolitisches Dilemma

Die Norges Bank analysiert, wie Künstliche Intelligenz die Produktivität beeinflussen und damit die Geldpolitik herausfordern könnte.

Eine Umfrage des Regionalnetzwerks der Norges Bank zeigt, dass Unternehmen durch KI weniger Arbeitskräfte benötigen, aber neue Fähigkeiten gefragt sind, während Umsatz und Rentabilität uneinheitliche Effekte zeigen.

Die Studie beleuchtet zwei Szenarien von Produktivitätsschocks im NEMO-Modell: Ein permanenter Schock führt zu einer Senkung des Leitzinses, um die Wirtschaft zu stimulieren.

Im Gegensatz dazu erfordert ein erwarteter zukünftiger Produktivitätsschock eine anfängliche Erhöhung des Leitzinses, um Inflationserwartungen zu steuern.

Dies unterstreicht die Komplexität der geldpolitischen Reaktion auf technologische Veränderungen.

Historische Bremsen, digitale Beschleuniger

Die Analyse der Norges Bank setzt die potenziellen KI-Effekte in den Kontext einer seit Jahrzehnten verlangsamten Produktivitätsentwicklung, sowohl in Norwegen als auch bei seinen Handelspartnern.

Während die Produktivität im verarbeitenden Gewerbe relativ schwach war, kompensierte dies ein starkes Wachstum im Dienstleistungssektor.

Gleichzeitig betont die Zentralbank, dass Künstliche Intelligenz auch ein Werkzeug zur Verbesserung der Geldpolitik selbst sein kann.

Durch maßgeschneiderte Modelle, die Analyse großer Datensätze und eine präzisere Kommunikation kann KI die Effektivität der Zentralbankarbeit steigern und die Genauigkeit von Prognosen verbessern.

Mehr Fragen als Antworten – aber mit Potenzial

Die Norges Bank liefert eine wichtige Frühwarnung für die Zentralbankgemeinschaft.

Die Studie zeigt klar, dass die geldpolitische Reaktion auf KI-induzierte Produktivitätsschocks komplex und nicht trivial ist.

Es wird entscheidend sein, die Auswirkungen von KI genau zu beobachten und die Modelle kontinuierlich anzupassen, um Fehlsteuerungen zu vermeiden.

Quelle: How can AI affect monetary policy?

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