Norges Bank: Einheitspreise subventionieren Hochrisikogebiete
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Norges Bank: Einheitspreise subventionieren Hochrisikogebiete

Eine Studie der Norges Bank quantifiziert Quersubventionen in Norwegens einheitlicher Naturgefahrenversicherung. Immobilien in Hochrisikogebieten werden dabei implizit subventioniert.

13-fach höhere Prämien in Flutgebieten

Eine Studie der Norges Bank quantifiziert Quersubventionen in Norwegens einheitlicher Naturgefahrenversicherung.

Die versicherungsmathematisch faire Prämie in Überschwemmungsgebieten wäre etwa 13-mal höher als die einheitliche Flutprämie und rund 65-mal höher als in Nicht-Flutgebieten.

Für eine typische Immobilie in einer Flutrisikozone, versichert für 5 Millionen NOK, bedeutet dies eine jährliche Prämie von fast 1.140 NOK, verglichen mit 85 NOK unter dem aktuellen Einheitspreis.

Diese Diskrepanz zeigt die erhebliche Umverteilung von Kosten.

Einheitspreise fördern kollektive Verantwortung

Norwegens Naturgefahrenversicherung wendet eine landesweit einheitliche Prämie an, unabhängig vom spezifischen Risiko einer Immobilie.

Dies fördert kollektive Verantwortung, führt aber zu Quersubventionen.

Haushalte in Hochrisikogebieten erhalten de facto eine Subvention, was Anreize zur Anpassung an den Klimawandel reduzieren kann.

Die Analyse basiert auf Daten von 2,6 Millionen Wohnimmobilien und kommunalen Versicherungszahlungen von 1980 bis 2024, mit Fokus auf das Flutrisiko.

Solidarität mit hohem Preis

Die Studie beleuchtet den fundamentalen Zielkonflikt zwischen Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit in der Naturgefahrenversicherung.

Sie zeigt klar auf, wie einheitliche Preise Anpassungsanreize untergraben, was angesichts des Klimawandels zunehmend problematisch wird.

Für die Politik bedeutet dies, dass Solidarität teuer erkauft wird und möglicherweise zu höheren Gesamtschäden in der Zukunft führt.