Rekrutierungsschwierigkeiten in Norwegen lassen nach
Die Rekrutierungsschwierigkeiten in Norwegens Wirtschaft haben sich laut dem Regionalen Netzwerk der Norges Bank etwas entspannt. Unternehmen erwarten für 2026 ein Lohnwachstum von 4,5 Prozent und für 2027 von 4,1 Prozent.
Entspannung am Arbeitsmarkt
Die norwegische Wirtschaft zeigt Anzeichen einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt.
Laut den jüngsten Erhebungen des Regionalen Netzwerks der Norges Bank berichten etwas weniger Unternehmen über Kapazitätsengpässe.
Insbesondere der Anteil der Kontakte, die mit Rekrutierungsschwierigkeiten zu kämpfen haben, ist seit der letzten Umfrage spürbar zurückgegangen.
Dies deutet auf eine verbesserte Verfügbarkeit von Arbeitskräften hin, was potenziell den Druck auf die Unternehmen mindern könnte.
Trotz dieser positiven Entwicklung haben die befragten Unternehmen ihre Wachstumserwartungen für das zweite Quartal 2026 leicht nach unten korrigiert.
Sie zeigen sich jedoch optimistisch, dass sich das Wachstum im dritten Quartal wieder etwas erholen wird.
Die Planung der Unternehmen sieht vor, die Beschäftigung in den Quartalen Q2 und Q3 2025 leicht zu erhöhen, was auf eine vorsichtige, aber positive Entwicklung der Arbeitsplatzschaffung hindeutet.
Diese Entwicklung ist von Bedeutung für die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes und die Stabilität des Arbeitsmarktes.
Lohnwachstum und Profitabilität im Fokus
Die Lohnentwicklung bleibt ein zentrales Thema für die norwegische Wirtschaft.
Die Kontakte des Regionalen Netzwerks schätzen das jährliche Lohnwachstum für 2026 auf 4,5 Prozent und für 2027 auf 4,1 Prozent.
Diese Prognosen stellen eine Aufwärtskorrektur gegenüber den Schätzungen der vorherigen Umfrage dar und deuten auf anhaltenden Druck auf die Lohnkosten hin.
Die Gesamtrentabilität der befragten Unternehmen ist im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 weitgehend unverändert geblieben.
Während fast alle Sektoren eine höhere Aktivität erwarten, weisen viele Kontakte auf eine erhöhte Zurückhaltung der Kunden hin, bedingt durch höhere Zinsen und Kostenwachstum.
Positive Impulse kommen jedoch vom Ausbau von Rechenzentren, der Energieversorgung und erhöhten Verteidigungsinvestitionen, die die Aussichten für einige Unternehmen verbessern.