Bache: Norwegens Inflation hoch, Zinsen gestiegen
Norges-Bank-Gouverneurin Ida Wolden Bache betonte am 8. Mai 2026, dass die Inflation in Norwegen weiterhin hoch ist. Die Notenbank hat daraufhin den Leitzins angehoben.
Wachstum und hartnäckige Preise
Die norwegische Wirtschaft verzeichnete 2025 ein beschleunigtes Wachstum, wie aktuelle Daten von Statistics Norway belegen.
Die Beschäftigungsquote in der Altersgruppe der 15- bis 74-Jährigen liegt weiterhin auf einem hohen Niveau von rund 68 Prozent, was auf einen robusten Arbeitsmarkt hindeutet.
Norges-Bank-Gouverneurin Ida Wolden Bache hob in ihrer Präsentation hervor, dass die Inflation in Norwegen hartnäckig erhöht bleibt.
Sowohl der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) als auch der um Steuern und Energieprodukte bereinigte VPI (VPI-ATE) liegen deutlich über dem Inflationsziel der Zentralbank.
Besonders die inländische Inflation, die sich aus den Preisen für im Inland produzierte Güter und Dienstleistungen zusammensetzt, zeigt keine Anzeichen einer raschen Entspannung, was die Herausforderung für die Geldpolitik unterstreicht.
Zinsanhebungen und veränderter Ausblick
Als Reaktion auf die anhaltend hohe Inflation hat Norges Bank den Leitzins in mehreren Schritten angehoben.
Die jüngsten Prognosen vom März 2026 deuten jedoch auf einen veränderten Ausblick hin: Es werden eine etwas höhere Arbeitslosigkeit und eine sinkende Inflation im weiteren Verlauf erwartet.
Externe Faktoren beeinflussen ebenfalls die Wirtschaftsaussichten.
Die Ölpreise sind zuletzt stark gestiegen, was die norwegische Wirtschaft stützt.
Gleichzeitig hat sich die norwegische Krone gegenüber einem importgewichteten Wechselkursindex (I-44) verstärkt, was potenziell dämpfend auf importierte Inflation wirken könnte.
Quelle: The conduct of monetary policy
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