Chinas Finanzmärkte im April: Zinsen sinken, Handel steigt
Chinas Finanzmärkte zeigten im April 2026 eine gemischte Entwicklung. Die Interbankenzinsen sanken, während der Handel an den Geld- und Aktienmärkten deutlich zulegte.
Zinsen fallen, Handelsvolumen steigt
Im April 2026 verzeichnete Chinas Geldmarkt eine deutliche Zunahme der Handelsaktivität.
Der tägliche Durchschnittsumsatz bei Interbankenkrediten stieg um 46,0 Prozent auf 461,48 Milliarden RMB, während Anleihe-Repos im Interbankenmarkt um 36,2 Prozent auf 8,4 Billionen RMB zulegten.
Gleichzeitig sanken die wichtigen Referenzzinssätze: DR001, der Zinssatz für Übernacht-Repos, fiel um 8 Basispunkte auf durchschnittlich 1,23 Prozent.
DR007 und R001 verzeichneten ebenfalls Rückgänge um 9 Basispunkte auf 1,35 bzw. 1,30 Prozent.
Dies deutet auf eine weiterhin akkommodierende Liquiditätssituation hin.
Am Anleihemarkt betrug die Nettofinanzierung über Staatsanleihen 904,11 Milliarden RMB, ein Rückgang von 68,78 Milliarden RMB gegenüber dem Vorjahr.
Die Emission von Unternehmensanleihen stieg hingegen um 217,99 Milliarden RMB auf 451,99 Milliarden RMB.
Die Rendite 10-jähriger chinesischer Staatsanleihen (CGBs) lag Ende April bei 1,75 Prozent, wobei sich der Renditeabstand zwischen 10-jährigen und 1-jährigen CGBs um 1 Basispunkt auf 59 Basispunkte verringerte.
Gemischte Signale an den Spezialmärkten
Der Derivatemarkt verzeichnete im April einen Rückgang des Gesamtumsatzes um 15,9 Prozent auf 7,1 Billionen RMB, während der Handel mit CGB-Futures um 8,3 Prozent auf 8,3 Billionen RMB zulegte.
Der 1-Jahres-FR007-Swap-Satz sank um 4 Basispunkte auf 1,45 Prozent.
Am Wechselmarkt wertete der RMB gegenüber dem US-Dollar um 1,09 Prozent auf 6,8335 auf, während der CFETS RMB Index um 0,69 Prozent fiel.
Der Goldmarkt zeigte sich schwächer, mit einem Rückgang der Handelsvolumina an den Börsen in Shanghai um 17,0 bzw. 64,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im Gegensatz dazu erlebten die Aktienmärkte eine positive Entwicklung: Der SSE Composite Index stieg um 5,7 Prozent auf 4.112,2 Punkte, und der SZSE Component Index legte um 12,1 Prozent auf 15.107,6 Punkte zu.
Der durchschnittliche tägliche Umsatz an den Börsen in Shanghai und Shenzhen erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 2.343,79 Milliarden RMB.
Stabilität trotz selektiver Schwäche
Der April-Bericht der PBOC zeichnet ein Bild selektiver Stärke und Schwäche, wobei die sinkenden Interbankenzinsen auf eine weiterhin lockere Geldpolitik hindeuten.
Während die Aktienmärkte kräftig zulegten und die RMB-Aufwertung die Kapitalzuflüsse stützen dürfte, geben die rückläufigen Derivat- und Goldhandelsvolumina Anlass zur Vorsicht.
Insgesamt bleibt die Liquidität im System hoch, was die PBOC in ihrer akkommodierenden Haltung bestärken dürfte, auch wenn die globalen Unsicherheiten bestehen bleiben.
Quelle: Financial Market Report (April 2026)
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