Chinas Finanzierung der Realwirtschaft wächst um 7,9 Prozent
Die People's Bank of China (PBOC) meldet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum der aggregierten Finanzierung der Realwirtschaft (AFRE) um 7,9 Prozent. Die Geldmenge M2 stieg um 8,5 Prozent, während die Kredite um 5,7 Prozent zulegten.
Starkes Wachstum bei Staatsanleihen
Die aggregierte Finanzierung der Realwirtschaft (AFRE) in China erreichte Ende März 2026 einen ausstehenden Betrag von 456,46 Billionen RMB, was einem Anstieg von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die RMB-Kredite an die Realwirtschaft beliefen sich auf 277,3 Billionen RMB und wuchsen um 5,8 Prozent.
Besonders hervorzuheben ist das starke Wachstum der ausstehenden Staatsanleihen, die um 15,9 Prozent auf 98,47 Billionen RMB zulegten.
Unternehmensanleihen stiegen ebenfalls um 7,9 Prozent auf 35,16 Billionen RMB.
Strukturell machten RMB-Kredite 60,7 Prozent der gesamten AFRE aus, ein Rückgang um 1,3 Prozentpunkte, während Staatsanleihen ihren Anteil um 1,5 Prozentpunkte auf 21,6 Prozent erhöhten.
Dies deutet auf eine Verschiebung in der Finanzierungsstruktur hin, weg von traditionellen Bankkrediten und hin zu staatlicher und Unternehmensanleihenfinanzierung.
Geldmenge und Kredite legen zu
Die breite Geldmenge (M2) erreichte Ende März 353,86 Billionen RMB, ein Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die enge Geldmenge (M1) wuchs um 5,1 Prozent.
Im ersten Quartal stiegen die RMB-Einlagen um 13,73 Billionen RMB, hauptsächlich getragen von Haushaltseinlagen (7,68 Billionen RMB).
Die RMB-Kredite erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 8,6 Billionen RMB, wobei Kredite an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen den Großteil ausmachten.
Die gewichteten durchschnittlichen Interbankenzinssätze für RMB-Kredite und verpfändete Repos lagen im März bei 1,38 Prozent bzw. 1,4 Prozent.
Chinas Devisenreserven beliefen sich Ende März auf 3,34 Billionen US-Dollar.
Quelle: Financial Statistics Report (Q1 2026)
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