Pan Gongsheng warnt vor globalen Risiken, China stabil
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Pan Gongsheng warnt vor globalen Risiken, China stabil

Chinas Zentralbankchef Pan Gongsheng warnt vor wachsendem Unilateralismus und geopolitischen Konflikten. Er betont die Stabilität der chinesischen Wirtschaft und die Notwendigkeit multilateraler Zusammenarbeit.

Globale Turbulenzen fordern Multilateralismus

Gouverneur Pan Gongsheng der People's Bank of China betonte auf der 53. IMFC-Sitzung die gravierenden Herausforderungen für die Weltwirtschaft, darunter Unilateralismus, Protektionismus und geopolitische Konflikte.

Diese Faktoren bremsen das globale Wachstum und destabilisieren die Finanzmärkte.

China plädiert für echten Multilateralismus, Freihandel und eine offene Weltwirtschaft, um die globale Governance zu reformieren und die Stimme der Entwicklungsländer zu stärken.

Der IWF solle als führende multilaterale Finanzinstitution klar Stellung gegen Protektionismus beziehen und maßgeschneiderte Politikempfehlungen geben.

Die Quoten- und Governance-Reformen des IWF seien entscheidend für dessen Legitimität und Repräsentativität.

China drängt auf die rasche Umsetzung der Quotenanhebung unter der 16. Allgemeinen Quotenüberprüfung (GRQ) sowie die Beschleunigung der 17. GRQ.

Chinas Wirtschaft trotzt Gegenwind

Chinas Wirtschaft zeigte 2025 eine stabile Leistung mit 5 Prozent BIP-Wachstum.

Im ersten Quartal 2026 wuchs das BIP ebenfalls um 5 Prozent, wobei Konsum und Anlageinvestitionen ins positive Terrain zurückkehrten.

Die Inflation blieb moderat.

Die Finanzstabilität wurde durch die geordnete Minderung von Risiken in Schlüsselsektoren gewährleistet.

Die Kapitaladäquanzquote der Geschäftsbanken lag Ende 2025 bei 15,5 Prozent, die notleidende Kreditquote bei 1,5 Prozent.

Die Risiken bei lokalen Staatsfinanzierungsvehikeln (LGFVs) wurden deutlich reduziert.

Geduld und gezielte Impulse

Die People's Bank of China (PBOC) wird weiterhin eine angemessen akkommodierende Geldpolitik verfolgen, deren Intensität, Tempo und Zeitpunkt sorgfältig kalibriert werden.

Dies soll ein Gleichgewicht zwischen kurz- und langfristigen Zielen sowie interner und externer Stabilität gewährleisten.

Fiskalisch setzt China auf eine proaktivere Haltung mit einem Defizit von 4 Prozent des BIP und der Ausgabe von 1,3 Billionen RMB an ultralangen Spezialanleihen zur Unterstützung nationaler Strategien.