China und Kanada starten Finanzarbeitsgruppe mit erstem Treffen in Peking
Die Finanzarbeitsgruppe (FWG) zwischen China und Kanada hat am 3. April 2026 in Peking ihr erstes Treffen abgehalten. Die Gruppe wurde im Januar 2026 während des Besuchs von Premierminister Carney ins Leben gerufen, um die bilaterale Zusammenarbeit in Finanzfragen zu stärken.
Strukturierter Dialog für Finanzthemen
Die Gründung der Finanzarbeitsgruppe (FWG) ist ein zentrales Ergebnis der Roadmap für Wirtschafts- und Handelskooperation, die im Januar 2026 von den Staats- und Regierungschefs während des ersten offiziellen Besuchs von Premierminister Carney in China vereinbart wurde.
Die FWG dient als strukturierter und technischer Kanal zur Intensivierung des bilateralen Engagements in Bereichen wie Finanz- und Geldpolitik, Finanzmärkte, Finanzstabilität und -regulierung, Geldwäschebekämpfung, grenzüberschreitende Kapitalströme sowie globale Finanzgovernance.
Das erste Treffen fand am 3. April 2026 in Peking statt und umfasste auch einen gemeinsamen Runden Tisch mit Finanzinstituten beider Länder.
Hochrangige Beteiligung und Themenaustausch
An dem Runden Tisch nahmen der stellvertretende Premierminister He Lifeng und François-Philippe Champagne, Kanadas Finanzminister, teil.
Herr Champagne führte gemeinsam mit Herrn Pan Gongsheng, dem Gouverneur der People's Bank of China (PBOC), den Vorsitz des FWG-Treffens.
Hochrangige Beamte der PBOC, der National Financial Regulatory Administration (NFRA), der China Securities Regulatory Commission (CSRC) und der State Administration of Foreign Exchange (SAFE) nahmen von chinesischer Seite teil.
Von kanadischer Seite waren Vertreter der Bank of Canada, des Office of the Superintendent of Financial Institutions (OSFI) und des Finanzministeriums anwesend.
Die Finanzbehörden tauschten sich über globale Wirtschaftsentwicklungen, Geldpolitik, den Umgang mit Unsicherheiten, Finanzregulierungsentwicklungen und Finanzmärkte aus.
Signal der Kooperation trotz Spannungen
Die Gründung dieser Finanzarbeitsgruppe ist ein klares Signal für die Vertiefung der bilateralen Finanzbeziehungen, trotz der bestehenden geopolitischen Spannungen.
Sie bietet eine dringend benötigte technische Plattform für den Dialog, die über politische Rhetorik hinausgeht und konkrete Fachthemen adressiert.
Ob diese Gruppe jedoch substanzielle Fortschritte erzielen kann, hängt maßgeblich von der Bereitschaft beider Seiten ab, sensible Themen konstruktiv anzugehen und Vertrauen aufzubauen.