China und Brasilien vertiefen Finanzkooperation
Die vierte Sitzung der Arbeitsgruppe für Finanzstrategische Kooperation zwischen China und Brasilien fand am 9. Juni 2026 statt. Unter dem Vorsitz der Notenbankchefs Pan Gongsheng und Gabriel GalÃpolo wurden Fortschritte bei der Nutzung lokaler Währungen und grenzüberschreitenden Zahlungen erzielt.
Fortschritte bei Währungs- und Zahlungsverkehr
Die vierte Sitzung der Arbeitsgruppe für Finanzstrategische Kooperation zwischen China und Brasilien am 9. Juni 2026 würdigte die pragmatischen Ergebnisse der bilateralen Finanzkooperation im vergangenen Jahr.
Fortschritte wurden insbesondere in der Nutzung lokaler Währungen, bei bilateralen Investitionen und Finanzierungen sowie im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erzielt.
Die People’s Bank of China (PBOC) und die Zentralbank Brasiliens (BCB) präsentierten konkrete Schritte zur Ermöglichung von Konten in lokaler Währung für Unternehmen beider Märkte.
Zudem wurde die Ausweitung von Währungsswaps und die Einrichtung eines direkten RMB/BRL-Handels erörtert.
Beide Zentralbanken begrüßten die geplante Emission brasilianischer Panda-Bonds und die Unterstützung für das Pilotprogramm China-Brazil Bond Connect.
Der China-Brazil Fund wurde ermutigt, Investitionsmöglichkeiten in Brasilien zu suchen.
Auch die Zusammenarbeit bei SML und Zahlungssystemen zur Bereitstellung sicherer und effizienter Clearingdienste für den bilateralen Handel war Thema.
Strategische Führung und Koordination
Die Arbeitsgruppe wurde Ende 2024 auf Beschluss der chinesischen und brasilianischen Präsidenten ins Leben gerufen.
Unter der Führung der PBOC und der BCB hat sie über 20 Treffen organisiert und die Finanzkooperation auf verschiedenen Ebenen vorangetrieben.
Beide Zentralbanken sind überzeugt, dass die Arbeitsgruppe eine wichtige Rolle beim Aufbau eines lokalen Währungsökosystems gespielt hat.
Sie ermöglichte es Finanzdienstleistungen, die Realwirtschaft besser zu unterstützen und die bilaterale Finanzkooperation effektiv zu vertiefen.
Die Arbeitsgruppe wird ihre Rolle der strategischen Führung und politischen Koordination beibehalten, um die Umsetzung der Ergebnisse zu fördern und die Finanzkooperation weiter zu vertiefen.
Stärkung der Süd-Süd-Achse
Die Kooperation zwischen China und Brasilien im Finanzsektor ist ein klares Signal für die Stärkung der Süd-Süd-Beziehungen.
Sie reduziert die Abhängigkeit von traditionellen Finanzzentren und fördert eine multipolare Finanzarchitektur.
Für beide Länder bedeutet dies mehr Autonomie und Effizienz im bilateralen Handel und Investitionsfluss.