Stilllegung des BECS-Systems verzögert sich, A2A-Konsens fehlt
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ein Update zur geplanten Stilllegung des Bulk Electronic Clearing System (BECS) veröffentlicht. Trotz Fortschritten der Branche fehlt der Konsens für die Modernisierung der Konto-zu-Konto-Zahlungen (A2A).
Fortschritte bei BECS, aber kein Enddatum
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ein Update zur Risikobewertung der geplanten Stilllegung des Bulk Electronic Clearing System (BECS) veröffentlicht.
Die RBA würdigt die Anstrengungen der Zahlungsbranche im vergangenen Jahr, die Empfehlungen der Risikobewertung umzusetzen.
Besonders hervorgehoben werden die verbesserte Branchenkoordination und das direkte Engagement mit Endnutzern.
Im Dezember 2025 gab AusPayNet bekannt, das ursprünglich für Juni 2030 vorgesehene Zieldatum für die Einstellung des BECS-Systems zu streichen.
Diese Entscheidung erfolgte, da noch keine klare Roadmap für die Zukunft der Konto-zu-Konto-Zahlungen (A2A) in Australien entwickelt wurde.
Infolgedessen haben sich die kurzfristigeren Risiken, die mit einem ungeordneten Übergang vom BECS verbunden waren, weitgehend gelegt.
Die Branche hat somit Zeit gewonnen, um eine kohärente Strategie zu entwickeln und die notwendigen Infrastrukturanpassungen vorzunehmen, ohne unter unmittelbarem Zeitdruck zu stehen.
RBA warnt vor fehlendem Konsens bei A2A-Zahlungen
Das RBA-Update hebt hervor, dass trotz der Entspannung bei BECS weiterhin Risiken bestehen und neue an Bedeutung gewinnen.
Schlüsselakteure im A2A-Ökosystem beklagen einen unzureichenden Konsens innerhalb der Branche bezüglich der Modernisierungsagenda für A2A-Zahlungen, insbesondere bei der zukünftigen Verarbeitung von Massenzahlungen.
Dieser Mangel an Einigkeit behindert die Entscheidungsfindung und Analyse, die für einen klaren Weg der A2A-Zahlungen erforderlich sind.
Die Branche riskiert dadurch, den notwendigen Schwung für die Modernisierung zu verlieren.
Sollten keine koordinierten Fortschritte erzielt werden, kündigt die RBA weitere Maßnahmen im öffentlichen Interesse an.