RBI-Studie: Demografischer Wandel prägt Staatsfinanzen Indiens
Die Reserve Bank of India (RBI) veröffentlicht eine Studie zu den Staatsfinanzen 2025-26. Der Bericht beleuchtet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Haushalte der Bundesstaaten.
Defizit und Schulden bleiben hoch
Die konsolidierten Brutto-Haushaltsdefizite der indischen Bundesstaaten stiegen 2024-25 auf 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), nachdem sie in den drei Vorjahren unter 3,0 Prozent lagen.
Für 2025-26 ist ebenfalls ein Defizit von 3,3 Prozent des BIP budgetiert.
Dieser Anstieg über die 3-Prozent-Marke hinaus ist hauptsächlich auf zinslose 50-Jahres-Darlehen des Zentrums für Kapitalinvestitionen zurückzuführen, die über die normale Nettokreditaufnahme der Staaten hinausgehen.
Die Investitionsausgaben blieben mit 2,7 Prozent des BIP in den Jahren 2023-24 und 2024-25 stabil und sind für 2025-26 mit 3,2 Prozent des BIP budgetiert.
Die konsolidierten ausstehenden Verbindlichkeiten der Staaten blieben nach der Pandemie erhöht und werden Ende März 2026 auf 29,2 Prozent des BIP geschätzt.
Demografischer Wandel prägt Finanzlage
Die indischen Bundesstaaten befinden sich in unterschiedlichen Phasen des demografischen Wandels, der ihre Finanzen zunehmend prägt.
Junge Staaten profitieren von einer wachsenden Erwerbsbevölkerung und stärkeren Einnahmen, die durch höhere Investitionen in Humankapital genutzt werden können.
Im Gegensatz dazu stehen alternde Staaten vor Herausforderungen: schrumpfende Steuerbasen und steigende Fixausgaben erfordern höhere Einnahmekapazitäten sowie Reformen im Gesundheitswesen, bei Renten und der Arbeitsmarktpolitik.
Staaten in einer Übergangsphase müssen Wachstumsprioritäten mit einer frühzeitigen Vorbereitung auf die Alterung der Bevölkerung in Einklang bringen.
Weckruf für strukturelle Reformen
Die RBI-Studie liefert eine fundierte Analyse der fiskalischen Herausforderungen, die Indiens demografischer Wandel mit sich bringt.
Die aufgezeigten regionalen Unterschiede verdeutlichen den dringenden Bedarf an maßgeschneiderten Reformen, insbesondere in alternden Bundesstaaten.
Ohne proaktive Anpassungen drohen langfristig erhebliche Belastungen für die Staatsfinanzen und die soziale Infrastruktur.
Quelle: State Finances: A Study of Budgets of 2025-26
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