RBNZ konsultiert zu Krisenmanagement für Einlageninstitute
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) konsultiert zu neuen Standards für Krisenmanagement und -bewältigung unter dem Deposit Takers Act 2023. Einlageninstitute sollen besser auf finanzielle Schieflagen vorbereitet werden.
Warum Krisenbereitschaft entscheidend ist
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) betont die entscheidende Bedeutung einer robusten Krisenbereitschaft, um die potenziell hohen Kosten von Bankenkrisen zu minimieren.
Unter dem Deposit Takers Act 2023 (DTA) wird die RBNZ zur designierten Abwicklungsbehörde für Neuseeland und erhält umfassende neue Befugnisse im Krisenmanagement.
Das Gesetz verpflichtet die RBNZ zudem zur Entwicklung geordneter Abwicklungspläne für jedes Einlageninstitut.
Ein gut konzipierter Krisenmanagementrahmen bietet erhebliche Vorteile: Er hilft Einlageninstituten, ihre Optionen bei schwerem finanziellen Druck zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Bankenausfalls verringert wird.
Sollte eine Sanierung nicht möglich sein, ermöglicht ein effektives Abwicklungsregime deutlich bessere Ergebnisse für die Gesellschaft als Standardinsolvenzverfahren.
Es begrenzt Störungen des Finanzsystems, verbessert den Zugang von Kunden zu geschützten Guthaben und stabilisiert das breitere Finanzsystem.
Die hier vorgeschlagenen Standards sind ein wesentlicher Bestandteil dieses neuen Rahmens, um Einlageninstitute auf schwere finanzielle Belastungen vorzubereiten.
Evolution der Abwicklungsstrategien
Das zukünftige Krisenmanagement-Framework der RBNZ umfasst Krisenplanung, präpositionierte Sanierungsmaßnahmen und eine "Krisenreaktions-Kaskade" von Abwicklungsoptionen.
Diese Kaskade spiegelt internationale Erfahrungen wider, insbesondere die Bankenturbulenzen von 2023.
Die RBNZ entwickelt ihre bestehende "Open Bank Resolution" (OBR)-Politik weiter.
Der Fokus liegt nun auf der vollständigen Präpositionierung des Abwicklungsprozesses für alle Einlageninstitute, statt nur auf sofortigem Zugang zu bestimmten Konten.
Das frühere "Einfrieren" von Kundengeldern wird als unwahrscheinlich und nicht mehr notwendig erachtet.
Die RBNZ schlägt eine Evolution der OBR-Präpositionierungsanforderungen vor, die nun als "Continuity of Access to Deposits (CoAD) functionality" bezeichnet werden.
Zudem werden detaillierte Vorschläge für neue "Loss Absorbing Capacity" (LAC)-Instrumente für Einlageninstitute der Gruppe 1 unterbreitet.
Diese Instrumente sollen eine trans-Tasmanische Lösung für die Abwicklung der vier größten neuseeländischen Einlageninstitute ermöglichen.
Die RBNZ schlägt einen prinzipienbasierten Ansatz für Präpositionierungsanforderungen vor, um Flexibilität zu gewährleisten.
Die vollständige Umsetzung ist ein mehrjähriges Projekt.