RBNZ-Gouverneurin Breman: Zukünftige Inflation leitet Geldpolitik
RBNZ-Gouverneurin Anna Breman betont, dass die Geldpolitik der Notenbank auf zukünftige Inflationsprognosen ausgerichtet ist. Aktuelle Daten dienen lediglich der Formung dieser Erwartungen.
Prognosen statt Ist-Zustand
RBNZ-Gouverneurin Anna Breman betonte, dass die Geldpolitik der Notenbank auf zukünftige Inflationsprognosen ausgerichtet ist, nicht auf aktuelle Daten.
"Es dauert, bis der Official Cash Rate die Wirtschaft und Inflation beeinflusst," erklärte Breman.
Daher basieren Entscheidungen auf der erwarteten Inflationsentwicklung.
Die aktuellen Inflationsdaten sind zwar wichtig, um Prognosen zu formen und Inflationstreiber zu analysieren, sie sind aber nicht der alleinige Entscheidungsgrund.
Breman unterstrich, dass die RBNZ niemals mit Inflation außerhalb des Zielbereichs zufrieden sei, aber "wir müssen akzeptieren, was bereits geschehen ist, es verstehen und dann nach vorne blicken.
" Dies entspreche dem Mandat der Notenbank.
Die Verzögerungseffekte der Geldpolitik und die Volatilität ökonomischer Daten seien gute Gründe für diesen zukunftsgerichteten Ansatz.
Herausforderungen in einer volatilen Welt
Der zukunftsgerichtete Ansatz der RBNZ hilft den Finanzmärkten, die Reaktionen des Monetary Policy Committee (MPC) auf neue Inflationsinformationen zu antizipieren.
Dies ermöglicht es den Finanzbedingungen, sich bereits vor den MPC-Sitzungen anzupassen und so das Mandat der Notenbank zu unterstützen.
Gouverneurin Breman erwartet eine Rückkehr der Inflation in den Zielbereich im ersten Quartal und zum Zielwert von 2 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Trotz dieses positiven Ausblicks mahnte Breman zur Vorsicht: "Die heutige volatile Welt verspricht nur weitere Überraschungen.
" Sie verwies auf KI-Wachstum und geopolitische Verschiebungen.
Ein zukunftsgerichteter Fokus bedeute nicht, dass die Geldpolitik auf einem vorgegebenen Kurs sei; Anpassungen erfolgen stets basierend auf neuen Informationen.