Breman: Nahost-Konflikt bremst Wachstum, erhöht Inflation in Neuseeland
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Breman: Nahost-Konflikt bremst Wachstum, erhöht Inflation in Neuseeland

RBNZ-Gouverneur Breman warnt vor den wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts für Neuseeland. Er erwartet kurzfristig höhere Inflation und ein schwächeres Wachstum, während die Banken stabil bleiben.

Zwischen Inflation und Wachstum

RBNZ-Gouverneur Breman prognostiziert für Neuseeland kurzfristig eine höhere Inflation und ein nachlassendes Wirtschaftswachstum infolge des Nahost-Konflikts.

Er betonte, dass die Unsicherheit und die Härten, die viele Haushalte und Unternehmen in dieser schwierigen Zeit erleben, anerkannt werden.

Der Gouverneur setzte den Rahmen fest, den das Monetary Policy Committee (MPC) nutzen wird, um die angemessene geldpolitische Reaktion auf die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf Neuseelands Wirtschaft zu beurteilen.

"Dieses Urteil richtig zu fällen, ist entscheidend, um eine zu frühe Reaktion auf kurzfristige Inflationsdrücke zu vermeiden, gegen die die Geldpolitik wenig ausrichten kann – oder eine zu späte Reaktion, falls sich eine über dem Ziel liegende Inflation in der Wirtschaft festsetzt," so Breman.

Die Geldpolitik müsse sicherstellen, dass ein vorübergehender Inflationsanstieg nicht zu dauerhaftem Inflationsdruck führe.

Das Komitee werde dieses Risiko aufmerksam beobachten.

Banken widerstandsfähig gegen Schocks

Breman wies auf das Risiko hin, dass globale Finanzstabilitätsrisiken entstehen und die Kosten und Verfügbarkeit der Finanzierung für neuseeländische Banken beeinträchtigen könnten.

Er beruhigte jedoch, dass jüngste Stresstests die Widerstandsfähigkeit der Banken belegen.

Diese verfügten über starke Kapital- und Liquiditätspuffer und seien gut auf schwere geopolitische Schocks vorbereitet.

Die RBNZ sieht ihre beste Aufgabe darin, durch eine niedrige und stabile Inflation zum Wohlergehen der Neuseeländer beizutragen.

Geduld ist gefragt, aber riskant

Bremans Rede unterstreicht das Dilemma der Zentralbanken in Zeiten externer Schocks.

Das Balancieren zwischen kurzfristigen Inflationsspitzen und der Gefahr einer Verankerung erfordert eine extrem feine Justierung.

Ob die RBNZ diese Gratwanderung erfolgreich meistert, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.