Conway warnt vor hartnäckiger Inflation
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Conway warnt vor hartnäckiger Inflation

RBNZ-Vizechef Paul Conway warnt vor hartnäckiger Inflation. Trotz nachlassendem Druck durch Ölpreise könnten Preissetzungsverhalten und Erwartungen die Teuerung verfestigen.

Preise steigen leichter, fallen schwerer

RBNZ-Vizechef Paul Conway betonte, dass der kurzfristige Inflationsdruck nachgelassen habe, da die Ölpreise gesunken seien, was auf Fortschritte bei der Lösung des Konflikts im Nahen Osten hindeute.

Er warnte jedoch, dass der Konflikt einen weiteren erheblichen Inflationsschock ausgelöst habe.

Die Herausforderung für die Geldpolitik bestehe nun darin, sicherzustellen, dass dies nicht zu einer hartnäckigen Inflation führe.

Conway verwies auf aktuelle RBNZ-Forschung, die zeige, wie Ölschocks über die Preissetzungsentscheidungen von Unternehmen und die Erwartungen von Haushalten und Firmen auf die breitere Inflation übergreifen können.

Er zitierte Studien, die belegen, dass neuseeländische Unternehmen Kostensteigerungen heute leichter weitergeben als früher und weniger geneigt sind, Preise zu senken, wenn die Kosten nachlassen.

'Wenn die Inflation hoch ist, achten die Menschen genauer darauf,' sagte Conway.

'Dies erhöht das Risiko, dass vorübergehende Schocks zu einer hartnäckigen Inflation werden.'

Erwartungen im Fokus der Währungshüter

Sollte eine über dem Ziel liegende Inflation die Erwartungen und das Preissetzungsverhalten verändern, müsse die Geldpolitik möglicherweise entschlossener reagieren, um die Inflationserwartungen neu zu verankern.

Erfreulicherweise seien die mittelfristigen Inflationserwartungen derzeit gut verankert.

Eine vorhandene Überkapazität in der Wirtschaft sollte dazu beitragen, die Weitergabe von Kosten zu begrenzen.

Nach einer längeren Phase über dem Ziel liegender Inflation könnten verankerte Inflationserwartungen jedoch nicht als selbstverständlich angesehen werden.

Der geldpolitische Ausschuss der RBNZ hatte in der Vorwoche festgestellt, dass angesichts der weiterhin über dem Ziel liegenden Inflation und der erwarteten Stärkung der Wirtschaftstätigkeit wahrscheinlich eine weitere Reduzierung der geldpolitischen Stimulierung erforderlich sein wird.

Die Gefahr der Selbstverstärkung

Conways Rede unterstreicht die anhaltende Nervosität der RBNZ bezüglich der Inflationsdynamik.

Obwohl kurzfristige Entspannung sichtbar ist, bleibt das Risiko einer Verfestigung durch Verhaltensänderungen hoch.

Die Notwendigkeit weiterer Straffungen ist damit klar signalisiert, auch wenn die Datenlage noch Unsicherheiten birgt.