Anna Seim warnt vor Inflationsrisiken und mahnt zu Wachsamkeit
Die stellvertretende Riksbank-Gouverneurin Anna Seim äußerte sich besorgt über das Risiko einer zu hohen Inflation. Sie betonte, der aktuelle Leitzins von 1,75 Prozent sei ein guter Ausgangspunkt für künftige Anpassungen.
Wachsamkeit angesichts globaler Störungen
Anna Seim, stellvertretende Gouverneurin der Riksbank, betonte bei ABG Sundal Collier ihre Sorge vor einer zu hohen Inflation.
'Ich bin erheblich besorgter, dass die Inflation zu hoch sein wird, als dass sie zu niedrig sein wird,' sagte Seim.
Sie begründete die Beibehaltung des Leitzinses von 1,75 Prozent mit drei Faktoren: Die zugrunde liegenden Inflationsdrücke entsprächen dem Ziel, es gäbe Szenarien für niedrigere Zinsen, und der Informationsfluss sei derzeit zu 'verrauscht'.
Der Krieg im Nahen Osten und steigende Energiepreise könnten die globale Wirtschaft, die zwar widerstandsfähig, aber seit einiger Zeit erheblichen Herausforderungen ausgesetzt ist, weiter belasten und negative Angebotseffekte sowie Störungen in Produktionsnetzwerken verursachen.
Die schwer fassbaren Treiber der Krone
Seim sprach auch über die 'Triebkräfte hinter der Entwicklung der Krone'.
Sie betonte, dass die Vorhersage der Kronenentwicklung sehr schwierig sei, Trendbewegungen jedoch im Nachhinein verstanden werden könnten.
In unsicheren Zeiten habe die Krone oft abgewertet, aber nicht immer.
Letztes Jahr stärkte sie sich trotz hoher Unsicherheit, schwächte sich aber nun, teilweise aufgrund der Kriegsbedenken, wieder ab.
Finanzströme sind für die Wechselkursentwicklung zunehmend wichtiger geworden.
Die Riksbank überwacht die Krone sehr genau, da sie Inflation und Wirtschaftstätigkeit beeinflusst.