Eigenkapitalrendite schwedischer Banken übertrifft Marktanforderung
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Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te schwedischer Banken übertrifft Marktanforderung

Eine Riksbank-Studie zeigt, dass die großen schwedischen Banken eine Eigenkapitalrendite erzielt haben, die die vom Markt geforderte Rendite übertrifft. Dies deutet auf eine starke Ertragskraft und Widerstandsfähigkeit hin, die es ihnen ermöglicht, Verluste zu absorbieren und die Kreditvergabe aufrechtzuerhalten.

Profitabilität als Stabilitätsanker

Die Profitabilität von Banken ist entscheidend für die Finanzstabilität und die Kreditversorgung der Wirtschaft.

Profitable Institute können regulatorische Kapitalanforderungen besser erfüllen, Managementpuffer aufbauen und Kreditverluste bewältigen.

Eine Riksbank-Analyse vergleicht die Eigenkapitalrendite (ROE) der großen schwedischen Banken mit den vom Markt geforderten Kapitalkosten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die ROE der Banken im Durchschnitt über der erforderlichen Rendite lag.

Dies signalisiert eine robuste Ertragskraft im Verhältnis zum vom Markt bewerteten Risiko ihrer Geschäftstätigkeit.

Solche Bedingungen sind günstig, um Verluste zu absorbieren, hohe Kapitalquoten zu halten und die Kreditvergabe auch in Stressphasen aufrechtzuerhalten.

Die Banken konnten während des Untersuchungszeitraums starke Kapitalquoten beibehalten, während sie gleichzeitig Dividenden ausschütteten und Aktienrückkäufe tätigten.

Eine nachhaltige Profitabilität, die die Kapitalkosten übersteigt, ermöglicht den Aufbau von Kapital über die Zeit und stärkt die Fähigkeit, unerwartete Verluste ohne Verletzung der Pufferanforderungen zu decken.

Dies trägt maßgeblich zur Widerstandsfähigkeit des Bankensystems bei.

Methoden und Einflussfaktoren der Ertragskraft

Die Schätzungen zur Eigenkapitalrendite sind methodenabhängig und sensitiv gegenüber Annahmen.

Dennoch zeigen zwei unterschiedliche Messgrößen konsistent, dass die Renditen der Banken die vom Markt geforderte Rendite übertroffen haben, was die Robustheit der Ergebnisse stärkt.

Die Studie beleuchtet zudem verschiedene Faktoren, die die Profitabilität beeinflussen.

Dazu gehören das Wettbewerbsumfeld, die Zusammensetzung von Aktiva und Passiva – insbesondere der hohe Anteil an hypothekarisch gesicherten Krediten und der Zugang zu stabilen Einlagen.

Auch regulatorische Maßnahmen, wie die Risikogewichtungsuntergrenze für Hypotheken, spielen eine Rolle, indem sie die Eigenkapitalanforderungen erhöhen und somit die Leverage reduzieren, was wiederum das Risiko für Aktionäre senken kann.

Ein Puffer für stürmische Zeiten

Die Studie der Riksbank liefert eine wichtige Bestätigung für die robuste Verfassung der schwedischen Großbanken.

Ihre Fähigkeit, über dem Kapitalkostensatz zu rentieren, schafft essenzielle Puffer gegen unerwartete Schocks und sichert die Kreditversorgung der Wirtschaft.

Dies ist ein beruhigendes Signal für die Finanzstabilität, entbindet die Aufsicht jedoch nicht von der Pflicht, die Risikobereitschaft genau zu beobachten.