Anleihekäufe dämpften Riksbank-QT-Effekte
RIKSBANK Paper Read in English

Anleihekäufe dämpften Riksbank-QT-Effekte

Die quantitative Straffung (QT) der Riksbank hatte nur begrenzte Auswirkungen. Anleihekäufe von Banken und Hedgefonds dämpften die erwarteten Effekte auf Risikoprämien und Bankeinlagen.

Das Paradox der begrenzten Wirkung

Die Riksbank vollzog 2022 einen Wechsel von der quantitativen Lockerung (QE) zur quantitativen Straffung (QT), indem sie Wertpapiere auslaufen ließ und später verkaufte.

Erwartet wurde, dass QT zu einer strafferen Geldpolitik beitragen würde, hauptsächlich durch steigende Risikoprämien und eine Veränderung der Refinanzierungsstruktur der Banken, da Einlagen als günstige Finanzierungsquelle zurückgehen sollten.

Doch die Wirkung blieb begrenzt: Einlagen blieben stabil, Risikoprämien stiegen kaum.

Erik Andersson und Peter Kaplan argumentieren, dass Banken und gehebelte Investoren wie Hedgefonds das Wertpapierangebot absorbierten.

Diese erhöhte Nachfrage hielt die Refinanzierungsstruktur der Banken stabil und reduzierte den Bedarf an Portfolio-Umschichtungen bei Investoren.

Wie Anleihekäufer die QT-Wirkung neutralisierten

Die quantitative Straffung (QT) sollte Bankeinlagen reduzieren, da Nichtbanken Wertpapiere mit Bankguthaben bezahlen.

Dies hätte Banken gezwungen, teurere Refinanzierungsquellen zu suchen.

Doch die Einlagen blieben stabil, da Banken und gehebelte Investoren wie Hedgefonds die Anleihen absorbierten.

Kaufen Banken, ersetzen sie Zentralbankliquidität durch Anleihen, ohne Einlagen zu beeinflussen.

Bei Käufen durch kreditfinanzierte Investoren entstehen neue Einlagen durch Bankkredite.

Beide Mechanismen halten die Bilanzsumme des Bankensektors und damit die Einlagen stabil.

Daten stützen, dass diese Käufe den Großteil des Riksbank-Angebots aufnahmen.

Lehren für künftige Straffungen

Die Studie zeigt, dass die Wirkung der quantitativen Straffung stark von der Struktur der Anleihekäufer abhängt.

Eine bloße Reduzierung der Zentralbankbilanz garantiert keine automatische geldpolitische Straffung, wenn der private Sektor die Lücke füllt.

Für künftige QT-Phasen bedeutet dies, dass die Riksbank die Rolle von Banken und gehebelten Investoren genauer beobachten muss, um die gewünschten Effekte zu erzielen.