Zahlungssicherheit in Krisen und Krieg: Riksbank fordert neue Regeln
Die Riksbank schlägt neue Vorschriften vor, um die Zahlungssicherheit in Krisen- und Kriegszeiten zu gewährleisten. Mehr Unternehmen sollen erfasst und die Anforderungen an die Notfallplanung konkretisiert werden.
Kriegsorganisation für Zahlungsdienstleister
Die schwedische Zentralbank schlägt vor, dass Unternehmen, die für die Abwicklung von Zahlungen von besonderer Bedeutung sind, eine spezielle Kriegsorganisation für den Zahlungsverkehr einrichten müssen.
Diese Organisation soll nicht nur personell besetzt und geschult werden, sondern auch regelmäßige Übungen durchführen, um ihre Funktionsfähigkeit und Effizienz in Krisen- und Kriegszeiten sicherzustellen.
Die Vorschläge sind eng an die Anforderungen der schwedischen Gesamtverteidigung angelehnt und zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des gesamten Zahlungssystems zu stärken.
Ein zentraler Punkt ist auch die Erweiterung des Kreises der erfassten Unternehmen, sodass künftig mehr Akteure den erhöhten Bereitschaftsanforderungen unterliegen und ihre Planung und Vorbereitung entsprechend anpassen müssen.
Klare Leitlinien und gestaffelte Umsetzung
Zur Unterstützung der Unternehmen bei der Etablierung einer Kriegsorganisation und der Berücksichtigung der Anforderungen der Gesamtverteidigung schlägt die Riksbank zudem allgemeine Leitlinien vor.
Diese sollen den betroffenen Akteuren als Orientierung dienen und die Umsetzung der neuen Vorschriften erleichtern.
Das Inkrafttreten der Regelungen und Leitlinien ist für den 1. Januar 2027 geplant.
Für die zusätzlich erfassten Unternehmen treten die Bestimmungen zur Planung und Vorbereitung jedoch erst am 1. Juli 2027 in Kraft.
Der Vorschlag wurde zur Konsultation an die relevanten Unternehmen und Behörden versandt.