Europas Swish-Alternativen streben grenzüberschreitende Zahlungen an
Mehrere europäische mobile Bezahlsysteme kooperieren, um grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen. Ziel ist es, dass Nutzer ihre bestehenden Apps für internationale Überweisungen nutzen können, wie aus einem Riksbank-Memo hervorgeht.
Mobile Zahlungen über Ländergrenzen hinweg
Die Zusammenarbeit europäischer Pendants zu Schwedens Swish-System markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung mobiler Zahlungsdienste.
Diese Initiative zielt darauf ab, die nationalen Systeme miteinander zu verknüpfen, um grenzüberschreitende mobile Zahlungen zu erleichtern.
Dies würde es Einzelpersonen und Händlern ermöglichen, ihre vertrauten Zahlungs-Apps zu nutzen, um Geld an Empfänger in anderen Ländern zu senden, ohne neue Anwendungen herunterladen zu müssen.
Das Potenzial dieser Entwicklung ist erheblich, da sie eine nahtlose Integration in den Alltag der Nutzer verspricht.
Die Riksbank hebt in einem internen Memo von Anders Mölgaard Pedersen und Fredrik Rydbeck hervor, dass diese Bemühungen darauf abzielen, die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit im europäischen Zahlungsverkehr zu steigern.
Schwedische Akteure wie Swish sind an dieser spezifischen Kooperation derzeit nicht beteiligt, beobachten die Entwicklungen jedoch aufmerksam.
Vorteile von Kontotransfers gegenüber Kartennetzen
Der rasante Aufstieg mobiler Bezahlsysteme wie Swish in Schweden, MobilePay in Dänemark und Vipps in Norwegen, sowie Bizum in Spanien, Blik in Polen und Twint in der Schweiz, hat den Weg für die nächste Evolutionsstufe geebnet: grenzüberschreitende Transaktionen.
Während bestehende Lösungen wie Apple Pay oder Vipps Mobilepay bereits internationale Zahlungen über die Infrastruktur von Visa und Mastercard abwickeln, betonen die Autoren des Riksbank-Memos die klaren Vorteile von direkten Kontotransfers.
Diese umfassen eine höhere Effizienz und ein geringeres Risiko für alle Beteiligten.
Eine vielversprechende Infrastruktur für solche Zahlungen könnte der TIPS Cross-Currency Service sein, den die Riksbank ab 2026 dem Markt anbieten wird.
Diese Entwicklung könnte eine zukunftsweisende Alternative zu den etablierten Kartenzahlungssystemen darstellen und den europäischen Zahlungsverkehr grundlegend verändern.
Ein Schritt zur europäischen Zahlungsunion
Die Initiative zur Verknüpfung mobiler Bezahlsysteme ist mehr als eine technische Neuerung; sie ist ein wichtiger Baustein für einen integrierteren europäischen Zahlungsraum.
Sie adressiert die Fragmentierung nationaler Lösungen und bietet eine nutzerfreundliche Alternative zu den dominanten globalen Kartensystemen.
Für die Zentralbanken bedeutet dies eine Stärkung der Souveränität im Zahlungsverkehr und die Förderung von Innovationen, die über die reine Marktdynamik hinausgehen.