Riksbank belässt Leitzins bei 1,75 Prozent – Fokus auf Nahost-Konflikt
RIKSBANK Press Read in English

Riksbank belässt Leitzins bei 1,75 Prozent – Fokus auf Nahost-Konflikt

Die Riksbank belässt den Leitzins bei 1,75 Prozent. Der Nahost-Konflikt und seine Auswirkungen auf die Energiepreise prägen die geldpolitische Diskussion und die Risikobewertung.

Nahost-Konflikt dominiert Marktentwicklung

Buster Carlsen, Ökonom der Marktabteilung, präsentierte die Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Der US- und israelische Angriff auf Iran sowie die iranischen Gegenangriffe auf strategische Ziele in der Region führten zu erheblichen Marktbewegungen.

Insbesondere die Beschränkungen in der Straße von Hormus, durch die normalerweise 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung fließen, verursachten große Lieferengpässe.

Dies trieb Öl- und Gaspreise in die Höhe und trug zu einer veränderten Sichtweise der Zentralbankpolitik bei.

In den USA und Europa stiegen die Zinsen deutlich, da der Markt inflationäre Faktoren sah.

Die Riksbank wird ihren Leitzins voraussichtlich unverändert lassen, wobei die Forward-Preise eine Zinserhöhung gegen Jahresende andeuten.

Die Krone hat sich seit Kriegsbeginn abgeschwächt und liegt nun näher an der Dezember-Prognose der Riksbank.

Daneben prägten wachsende Marktunruhen bezüglich der Zukunft von KI und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen die Periode, was zu breitem Verkaufsdruck in bestimmten Sektoren führte.

Finanzstabilität unter Druck, Banken robust

Olof Sandstedt, Leiter der Abteilung für Finanzstabilität, beschrieb die erhöhten Risiken für die schwedische Finanzstabilität durch die unsichere globale Lage, insbesondere den Nahost-Konflikt.

Dies führte zu steigenden Öl- und Gaspreisen, höheren Marktzinsen, fallenden Aktienmärkten und erhöhter Volatilität.

Der US-Dollar stärkte sich als sicherer Hafen.

Trotz erhöhter Margin-Anforderungen bei Nasdaq Clearing gab es bisher keine Liquiditätsprobleme.

Die schwedischen Großbanken sind dank hoher Profitabilität und Kapitalpuffer gut aufgestellt, um Störungen zu bewältigen und die Kreditversorgung der Realwirtschaft aufrechtzuerhalten.

Die negativen Effekte des Konflikts gelten für sie als beherrschbar.

Peter Gustafsson, Berater der Geldpolitikabteilung, erläuterte die makroökonomische Einschätzung und den Vorschlag, den Leitzins bei 1,75 Prozent zu belassen.

Stabilität vor Aktionismus

Die Riksbank zeigt mit ihrer Entscheidung, den Leitzins stabil zu halten, eine klare Priorität für Stabilität in unsicheren Zeiten.

Die Anpassungen am operativen Rahmenwerk sind ein kluger Schritt, um die Funktionsfähigkeit der Märkte proaktiv zu sichern, auch wenn die geldpolitische Hauptbotschaft abwartend bleibt.

Dies unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl kurzfristige Schocks zu managen als auch langfristige Anpassungen zu ermöglichen.

Quelle: Minutes of the monetary policy meeting on 18 March 2026

IN: