Offline-Kartenzahlungen: Optionen erweitern sich
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Offline-Kartenzahlungen: Optionen erweitern sich

Ab dem 1. Juli 2026 stehen in Schweden mehr Optionen für Offline-Kartenzahlungen zur Verfügung. Dies stärkt die Widerstandsfähigkeit des Zahlungssystems und basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Riksbank und Marktteilnehmern.

Wi­der­stands­fä­hig­keit im Fokus

Ab dem 1. Juli 2026 können Verbraucher in Schweden bei Einkäufen von essenziellen Gütern wie Lebensmitteln, Medikamenten und Kraftstoff an Tankstellen auch offline mit Karte bezahlen.

Diese Erweiterung der Möglichkeiten für Offline-Kartenzahlungen ist das Ergebnis einer im Oktober 2025 zwischen der Riksbank und verschiedenen Marktteilnehmern getroffenen Vereinbarung.

Riksbank-Gouverneur Erik Thedéen betonte, dass dies die Notfallvorsorge erheblich verbessert, indem sichergestellt wird, dass Kartenzahlungen auch bei Störungen oder Unterbrechungen der Datenkommunikation funktionieren.

'Schwedens Zahlungsverkehrsmarkt verändert sich rasant, mit einem hohen Digitalisierungsgrad und geringer Bargeldnutzung. Karten sind heute die mit Abstand häufigste Zahlungsmethode in Geschäften,' so Thedéen.

Die Funktion ist auf physische Visa- oder Mastercard-Karten beschränkt, die von teilnehmenden Emittenten an Personen ab 18 Jahren ausgegeben wurden, und erfordert die Eingabe einer PIN.

Die Riksbank rät Haushalten daher, ihre physischen Karten und PINs griffbereit zu halten.

Gemeinsame Anstrengung der Akteure

Das erweiterte Angebot für Offline-Zahlungen ist das Ergebnis einer umfassenden Zusammenarbeit.

Im Oktober 2025 einigten sich Kartenherausgeber, Kartennetzwerke, Kartenakzeptanten, der Einzelhandel und die Riksbank auf die notwendigen Schritte.

Im vergangenen Jahr wurden die technischen und regulatorischen Maßnahmen zur Umsetzung dieser Änderung implementiert.

Erik Thedéen hob die aktive und konstruktive Zusammenarbeit des Marktes hervor und betonte, dass ein widerstandsfähiges Zahlungssystem die Verantwortung aller Beteiligten erfordert.

Zu den aktuell beteiligten Akteuren gehören große Banken wie Danske Bank, Handelsbanken, Nordea und SEB, sowie Netzwerke wie Visa und Mastercard, Akzeptanten wie Adyen und Worldline, und Einzelhandelsvertreter wie Axfood und Ica.

Ein erster Schritt mit Lücken

Die Initiative stärkt zwar die Notfallvorsorge, doch die Beschränkung auf physische Karten und essenzielle Güter ist in einem hochdigitalisierten Land eine deutliche Lücke.

Die Abhängigkeit von der freiwilligen Teilnahme weiterer Banken deutet zudem auf einen fragmentierten Ansatz hin, statt einer universellen Lösung.

Die wahre Bewährungsprobe steht noch aus, wenn die Riksbank die Offline-Fähigkeit für den populären Swish-Dienst prüft.

Quelle: Offline card payments – the options are now expanding

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