Riksbank erleichtert Banken Liquiditätsmanagement mit zwei Maßnahmen
Die Riksbank ergreift Maßnahmen, um das Liquiditätsmanagement der Banken zu erleichtern. Hintergrund ist der Rückgang der Liquidität im Bankensystem.
Mehr Transparenz für bessere Planung
Die Riksbank führt zwei Maßnahmen ein, um das Liquiditätsmanagement der Banken zu erleichtern.
Erstens erhöht sie die Transparenz beim Rückkauf von Riksbank-Zertifikaten.
Banken können Zertifikate nun zwischen 09:00 und 10:00 Uhr (zuvor bis 15:30 Uhr) an die Riksbank zurückverkaufen.
Informationen über Rückkäufe werden täglich um 10:15 Uhr auf der Website veröffentlicht, was allen Marktteilnehmern schnellere und genauere Daten über die Zentralbankreserven liefert.
Zweitens wird die Riksbank künftig Informationen über die erwartete längerfristige Entwicklung des Liquiditätsüberschusses im Bankensystem publizieren.
Dies ermöglicht Banken eine fundiertere Planung ihres eigenen Liquiditätsmanagements.
Diese Schritte sind Teil einer Reihe von Maßnahmen, um die Anpassung der Banken an ein Umfeld mit geringerem Liquiditätsüberschuss zu unterstützen.
Neues Umfeld erfordert Anpassung
In den letzten Jahren gab es erhebliche Liquidität im Bankensystem in Form von Einlagen bei der Riksbank.
Da die Riksbank ihre Bestände an schwedischen Wertpapieren reduziert, wird die Liquidität im Bankensystem abnehmen.
Dies stellt höhere Anforderungen an die Banken, sich aktiv untereinander Liquidität zu leihen und zu verleihen, beispielsweise über Übernachtkredite.
Banken als geldpolitische Gegenparteien der Riksbank müssen die operative Kapazität und die Bereitschaft besitzen, sich aktiver am Interbankenmarkt zu beteiligen.
Dies ist entscheidend für die effektive Umsetzung der Zinssteuerung der Riksbank.
Die Banken müssen auch in der Lage sein, bei Bedarf ungehindert die ständigen Fazilitäten der Riksbank zu nutzen.