Riksbank beschließt zinslose Einlagen von 35 Mrd. SEK
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Riksbank beschließt zinslose Einlagen von 35 Mrd. SEK

Die Riksbank verlangt von Kreditinstituten zinslose Einlagen in Höhe von rund 34,95 Mrd. SEK. Ab dem 11. Juni 2026 müssen sie 0,2944 Prozent ihrer Einlagenbasis bei der Zentralbank halten.

Zinslose Einlagen zur Ei­gen­ka­pi­tal­stär­kung

Die Riksbank hat beschlossen, dass schwedische Kreditinstitute ab dem 11. Juni 2026 einen Anteil von 0,2944 Prozent ihrer gesamten Einlagenbasis als zinslose Einlagen bei der Zentralbank halten müssen.

Diese Maßnahme, die bis auf Weiteres gilt, beläuft sich auf insgesamt rund 34,952 Milliarden Schwedische Kronen.

Der Hauptgrund für diese Anforderung ist die Stärkung der Eigenkapitalbasis der Riksbank, deren Eigenkapital am 31. Dezember 2025 mit 28,342 Milliarden SEK deutlich unter dem Zielwert von 63,300 Milliarden SEK lag.

Die rechtliche Grundlage hierfür bildet Kapitel 8, Artikel 16 des Sveriges Riksbank Act (2022:1568), der die Zentralbank ermächtigt, solche Einlagen zur Finanzierung ihrer eigenen Kosten zu verlangen.

Fünf Milliarden SEK weniger als im Vorjahr

Die aktuelle Anforderung von rund 34,952 Milliarden SEK liegt etwa 5 Milliarden SEK unter dem Vorjahreswert von 40,055 Milliarden SEK, der im Juni 2025 festgelegt wurde.

Die Riksbank wird den überschüssigen Betrag an die betroffenen Institute zurückzahlen, was die Liquidität im Bankensystem entsprechend erhöhen wird.

Trotz dieser Anpassung erwartet die Riksbank keine signifikanten Auswirkungen auf die Finanzstabilität oder die Umsetzung der Geldpolitik.

Auch die Zinskosten für Haushalte und Unternehmen sollen nicht wesentlich beeinflusst werden, da die Einlagenpflicht im Verhältnis zur Bilanzsumme der Institute relativ gering ist.

Routine mit Signalwirkung

Diese Entscheidung der Riksbank ist eine konsequente Fortführung ihrer Bemühungen, die eigene Finanzierungsfähigkeit zu sichern und das Eigenkapitalziel langfristig zu erreichen.

Die Reduzierung des Volumens im Vergleich zum Vorjahr signalisiert eine flexible Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten und vermeidet eine übermäßige Belastung der Kreditinstitute.

Obwohl es sich um eine operative Maßnahme handelt, unterstreicht sie die Bedeutung einer robusten Zentralbankbilanz für die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik.