Nahost-Krieg verzögert Erholung: Riksbank-Umfrage sieht Risiken
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Nahost-Krieg verzögert Erholung: Riksbank-Umfrage sieht Risiken

Die Riksbank-Umfrage vom Mai 2026 zeigt eine weiterhin schwache Wirtschaftslage in Schweden. Der Krieg im Nahen Osten erhöht die Unsicherheit und droht, die bereits langwierige Erholung zu verzögern.

Unsicherheit verzögert Aufschwung

Laut der jüngsten Riksbank-Umfrage, die im Mai 2026 unter 41 Unternehmen mit insgesamt 230.000 Mitarbeitern durchgeführt wurde, beurteilen schwedische Unternehmen die Wirtschaftslage weiterhin als schwach.

Obwohl sich die Situation vor dem Krieg im Nahen Osten langsam verbesserte, hat der Konflikt die Unsicherheit erneut verstärkt und droht, die ohnehin langwierige wirtschaftliche Erholung weiter zu verzögern.

Die Auswirkungen des Krieges werden bislang als weniger gravierend eingeschätzt als frühere Krisen, führen aber zu allmählich steigenden Kosten, hauptsächlich durch höhere Ölpreise.

Unternehmen sind widerstandsfähiger geworden, doch eine längere Dauer des Konflikts würde die Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt verstärken.

Auch bei einer kurzfristigen Beilegung des Krieges werden einige Kosten voraussichtlich erhöht bleiben.

Unternehmen beabsichtigen, ihre Verkaufspreise im kommenden Jahr anzuheben, betonen jedoch die hohe Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen Weitergabe der Kosten an die Preise.

Robuste Sektoren, kühler Arbeitsmarkt

Die Entwicklung der Wirtschaft ist sektoral sehr unterschiedlich.

Während Unternehmen mit Aktivitäten in Rechenzentren, Verteidigung, Luftfahrt und Bergbau weiterhin eine starke Nachfrage verzeichnen, kämpft die Holz- und Zellstoffindustrie aufgrund des stagnierenden Wohnungsbaus.

Die Automobilindustrie erlebt eine leichte Verbesserung der Nachfrage aus Europa.

Im Handel und Gastgewerbe verbessert sich die Lage allmählich, da die Haushalte ihre Ausgaben langsam erhöhen, aber preisbewusst bleiben.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich verhalten; Unternehmen halten sich bei Neueinstellungen und Entlassungen zurück.

Eine neue globale Zusatzsteuer von 10 Prozent, die bis zum 24. Juli 2026 gilt, beeinflusst zudem die Importkosten für einige Unternehmen.