Krieg im Nahen Osten birgt Risiken für Finanzstabilität
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Krieg im Nahen Osten birgt Risiken für Finanzstabilität

Der Krieg im Nahen Osten sorgt für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Riksbank warnt vor erheblicher Unsicherheit und Risiken für die Finanzstabilität, sollte der Konflikt andauern.

Globale Turbulenzen, lokale Risiken

Der Krieg im Nahen Osten hat zu Turbulenzen an den Finanzmärkten geführt, doch das globale Finanzsystem hat bisher gut funktioniert.

Die Riksbank betont jedoch die erhebliche Unsicherheit: Je länger der Krieg andauert, desto größer ist das Risiko, dass Inflation und Zinsen gleichzeitig steigen, während sich die Wirtschaft abschwächt.

Dies könnte sich negativ auf verschiedene Finanzmärkte und Akteure auswirken.

Zudem gibt es globale Schwachstellen wie hohe Staatsverschuldung, den wachsenden Nichtbankensektor und hohe Vermögensbewertungen, die eine solche Entwicklung verstärken könnten.

Cyberbedrohungen nehmen ebenfalls zu und erfordern höhere Anforderungen an die Vorsorge der Finanzakteure.

Schweden befindet sich in einer günstigen Ausgangslage, doch strukturelle Risiken im Bankensystem, etwa durch internationale Abhängigkeiten und hohe Engagements im Gewerbeimmobiliensektor, bleiben bestehen.

Schwedens Achillesfersen

Schwedische Immobilienunternehmen sind weiterhin hoch verschuldet, mit kürzeren Zinsbindungs- und Schuldenlaufzeiten.

Ein schwacher Mietmarkt verschärft die Lage; in einem ungünstigen Szenario müssten sie Maßnahmen zur Refinanzierung fälliger Kredite ergreifen.

Längere Zinsbindungs- und Schuldenlaufzeiten würden die Widerstandsfähigkeit des Sektors stärken.

Auch die Haushalte haben trotz jüngster Rückgänge eine relativ hohe Verschuldung im Verhältnis zum Einkommen und kurze Zinsbindungsfristen.

Steigende Inflation und Zinsen könnten sie zu Konsumkürzungen zwingen, was einen Abschwung verstärken würde.

Die Riksbank fordert die Regierung und den Reichstag auf, ein einkommensbasiertes Instrument einzuführen, um eine langfristig nicht nachhaltige Entwicklung der Haushaltsverschuldung zu verhindern.

Risikobewusstsein trifft Status Quo

Die Riksbank diagnostiziert erhebliche globale und strukturelle Risiken, belässt den antizyklischen Kapitalpuffer jedoch unverändert.

Dies signalisiert Vertrauen in die aktuelle Widerstandsfähigkeit der schwedischen Banken, könnte aber die potenziellen Spillover-Effekte globaler Turbulenzen unterschätzen.

Die Forderung nach einem neuen Instrument zur Haushaltsverschuldung zeigt, dass die strukturellen Probleme nicht als gelöst, sondern lediglich als derzeit beherrschbar gelten.