Glücksspiel-Umsatz in Südafrika steigt, tatsächliche Ausgaben moderat
Der Glücksspiel-Umsatz in Südafrika hat sich von 2015 bis 2024 mehr als vervierfacht. Die tatsächlichen Ausgaben der Haushalte für Glücksspiel sind jedoch deutlich geringer, obwohl auch sie gestiegen sind.
Umsatz vervierfacht, Ausgaben moderat
Der Glücksspiel-Umsatz in Südafrika hat sich in nur neun Jahren mehr als vervierfacht, von 358 Milliarden Rand im Jahr 2015 auf rund 1,5 Billionen Rand im Jahr 2024.
Dieser Umsatz repräsentiert jedoch den gesamten Wetteinsatz, einschließlich der Gewinne, die wieder eingesetzt werden.
Um die tatsächlichen Ausgaben der Haushalte zu messen, ist die Brutto-Glücksspiel-Einnahme (GGR) relevanter.
Diese wird berechnet, indem von den gesamten Wetteinsätzen die an die Spieler ausgezahlten Gewinne abgezogen werden.
Die GGR stieg von 26,3 Milliarden Rand im Jahr 2015 auf 74,5 Milliarden Rand im Jahr 2024.
Dies ist ein erheblicher Anstieg, aber weit entfernt von den in einigen Berichten genannten 1,5 Billionen Rand Umsatz.
Online-Boom, geringer Anteil am Konsum
Das Wachstum der Glücksspielausgaben beschleunigte sich nach der COVID-19-Pandemie, da immer mehr Menschen auf Online-Wetten umstiegen.
Trotz dieses Anstiegs macht Glücksspiel weiterhin nur einen kleinen Teil der gesamten Haushaltsausgaben aus.
Im Jahr 2024 entfielen 1,3 Prozent der gesamten Haushaltsausgaben auf 'Glücksspiele', ein Anstieg von 1,1 Prozent im Jahr 2015.
Die Brutto-Glücksspiel-Einnahmen (GGR) als Prozentsatz der gesamten Haushaltsausgaben erhöhten sich ebenfalls von 0,9 Prozent auf 1,6 Prozent.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch die Haushaltsausgaben für essenzielle Güter und Dienstleistungen in diesem Zeitraum gestiegen sind.
Realität versus Wahrnehmung
Die Studie korrigiert eine weit verbreitete Fehleinschätzung über das Ausmaß der Glücksspielausgaben.
Obwohl der Umsatz beeindruckend wirkt, relativieren die tatsächlichen Konsumdaten die wirtschaftliche Relevanz.
Für die Finanzstabilität sind die direkten Auswirkungen gering, doch die soziale Dimension bleibt eine Herausforderung.