Südafrika: Neue Regeln für Kapitalverkehrskontrollen
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Südafrika: Neue Regeln für Kapitalverkehrskontrollen

Das südafrikanische Finanzministerium hat neue Kapitalverkehrskontroll-Regulierungen zur öffentlichen Kommentierung veröffentlicht. Sie sollen die Wechselkurskontroll-Regulierungen von 1961 ersetzen; Frist ist der 10. Juni 2026.

Weg von der Vorabgenehmigung

Südafrika verfolgt seit 1991 einen umsichtigen Ansatz bei der Steuerung grenzüberschreitender Kapitalströme.

Das Finanzministerium und die South African Reserve Bank (SARB) haben den Rahmen der Wechselkurskontroll-Regulierungen von 1961 überprüft, um die Politik zu verfeinern und das Wachstum sowie die globale Integration zu unterstützen.

Der Finanzminister kündigte im Haushaltsbericht 2026 Änderungen an, die einen 'positiven Bias'-Ansatz signalisieren.

Dieser beinhaltet weniger Transaktions-Vorabgenehmigungen, einen stärkeren Fokus auf Berichterstattung, die Überwachung risikoreicher grenzüberschreitender Transaktionen und die Bekämpfung illegaler Finanzströme.

Dieser Wandel soll Südafrika an internationale Best Practices anpassen und gleichzeitig Risiken mit einem risikobasierten Ansatz steuern.

Krypto-Assets und neue Definitionen

Die Entwürfe schließen Lücken in den bestehenden Regulierungen, insbesondere bei grenzüberschreitenden Krypto-Asset-Transaktionen, und ergänzen damit die Vorschriften der Financial Sector Conduct Authority.

Sie führen neue Definitionen und Übergangsregelungen ein, legen administrative Sanktionen und erhöhte Strafen fest.

Zudem beseitigen die Änderungen Unklarheiten bei der Deklaration ausländischer Vermögenswerte und heben Beschränkungen für den Handel mit Wertpapieren von Nichtansässigen auf.

Auch die Unsicherheit bezüglich südafrikanischer Unternehmen, die aus dem Ausland kontrolliert werden, wird adressiert.