SARB-Rahmenwerk schafft dauerhaften Liquiditätsüberschuss
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SARB-Rahmenwerk schafft dauerhaften Li­qui­di­täts­über­schuss

Die South African Reserve Bank (SARB) führte im Juni 2022 ein neues, überschussbasiertes geldpolitisches Umsetzungsrahmenwerk (MPIF) ein. Dies führte zu einem dauerhaften Liquiditätsüberschuss im Bankensystem und veränderte die Geldmarktbedingungen grundlegend.

Tiered-Floor-System steuert Liquidität

Die South African Reserve Bank (SARB) führte im Juni 2022 ein neues, überschussbasiertes geldpolitisches Umsetzungsrahmenwerk (MPIF) ein, das zu einem dauerhaften Liquiditätsüberschuss im Bankensystem führte.

Dieses MPIF ist ein gestaffeltes Floor-System, das Banken erlaubt, überschüssige Liquidität für den täglichen Betrieb zu halten und überschüssige Reserven bei der SARB im SAMOS-System innerhalb von Quotenlimits zu deponieren.

Reserven bis zur Quotenlimite werden zum SARB-Leitzins verzinst; Salden darüber erhalten einen Strafzins von 100 Basispunkten weniger.

In einem Floor-System wird die Geldpolitik über die Zinsen auf Reserven übertragen.

Dies eliminiert die Abhängigkeit von Reserveknappheit und erlaubt der Zentralbank, ihre Bilanzgröße zu ändern, ohne den Leitzins zu beeinflussen, wodurch Geld- und Bilanzpolitik unabhängig voneinander agieren können.

Das Framework spiegelt das operative Design des MPIF und bilanzielle Entwicklungen wider.

GFECRA-Transfers treiben Überschuss

Der Anstieg der Überschussliquidität unter dem neuen MPIF erfolgte in drei Phasen.

Zunächst führte die Implementierung des Rahmenwerks und die Abwicklung alter liquiditätsentziehender Operationen zu einem Überschuss.

Anfang 2023 folgte die zweite Phase, als das National Treasury (NT) Gelder vom NTSDA bei der SARB abzog.

Diese wurden durch erhöhte Überschussreserven der Banken bei der SARB ersetzt, was die Geldmarktliquidität steigerte.

Die dritte und bedeutendste Phase begann Mitte 2024 mit der Zuweisung der Gold and Foreign Exchange Contingency Reserve Account (GFECRA)-Salden an das NT.

Diese injizierte zusätzliche Liquidität ins Bankensystem.

Die SARB erhöhte daraufhin die Quotenlimits der Banken von R138 Milliarden im Juni 2024 auf R315,0 Milliarden im Dezember 2025, um die gestiegenen Liquiditätsniveaus zu absorbieren.

Weniger Auktionen, mehr Interbankenhandel

Der Übergang zum überschussbasierten MPIF hat die Geldmarktbedingungen in Südafrika grundlegend verändert.

Die Abhängigkeit der Banken von SARB-Refinanzierungsoperationen wurde reduziert, während die Umverteilung der Liquidität über den Interbankenmarkt gefördert wurde.

Die aktive Quotenverwaltung der SARB war entscheidend, um die erhöhte Überschussliquidität aufzunehmen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die kurzfristigen Zinssätze nahe am Leitzins blieben.