Südafrikas Finanzströme 2025: Wachstum, aber weniger Kapitalzufluss
Südafrikas Wirtschaft wuchs 2025 um 1,1 Prozent, gestützt durch die Landwirtschaft und verbesserte Stimmung. Dennoch sanken die Nettokapitalzuflüsse aus dem Ausland, während sich die Finanzströme zwischen den Sektoren verschoben.
Wirtschaftlicher Aufschwung und Sektor-Umschichtungen
Südafrikas Wirtschaft zeigte 2025 eine deutliche Erholung, mit einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent gegenüber 0,5 Prozent im Vorjahr, primär getragen vom Agrarsektor.
Die Stimmung wurde zusätzlich durch den Austritt aus der FATF-Grauen Liste und das neue, niedrigere Inflationsziel der SARB von 3 Prozent verbessert.
Das Bruttoersparnis der heimischen Sektoren stieg um 3,9 Prozent von 986 Milliarden Rand im Jahr 2024 auf 1.025 Milliarden Rand im Jahr 2025, hauptsächlich aufgrund einer deutlichen Verringerung der negativen Ersparnisse des Staates.
Die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich moderat von 1.034 Milliarden Rand auf 1.060 Milliarden Rand.
Finanzintermediäre leiteten 272 Milliarden Rand an den Staat weiter, um dessen Defizit von 339 Milliarden Rand zu finanzieren, vor allem durch den Kauf von Staatsanleihen.
Der Staat beschaffte zudem 116 Milliarden Rand durch Kredite und Anleihen vom Ausland.
Kapitalflüsse und veränderte Risikobereitschaft
Die Nettokapitalzuflüsse aus dem Ausland nach Südafrika sanken von 47,7 Milliarden Rand im Jahr 2024 auf 35,0 Milliarden Rand im Jahr 2025, was auf erhöhte globale Risikoaversion zurückzuführen ist.
Obwohl die Nettoakquisition inländischer Finanzanlagen durch Nicht-Residenten von 58,6 Milliarden Rand auf 37,8 Milliarden Rand zurückging, verbesserte sich die Stimmung gegenüber inländischen Staatsanleihen, mit Nettozuflüssen von 95,5 Milliarden Rand.
Die Finanzintermediäre verzeichneten einen Rückgang der Nettoakquisition von Finanzanlagen von 901 Milliarden Rand auf 767 Milliarden Rand.
Jedoch stieg die Intermediation über Kreditkanäle deutlich von 216 Milliarden Rand auf 342 Milliarden Rand, unterstützt durch niedrigere Zinsen und eine starke Nachfrage von nicht-finanziellen Unternehmen und Haushalten.
Stabilität durch interne Kräfte
Trotz positiver heimischer Entwicklungen wie dem BIP-Wachstum und dem FATF-Austritt zeigen die rückläufigen Kapitalzuflüsse eine anhaltende globale Risikoaversion gegenüber Schwellenländern.
Die Verschiebung hin zu Staatsanleihen und die erhöhte Kreditvergabe im Inland deuten auf eine interne Umschichtung der Finanzierung hin, die externe Schwächen kompensieren muss.
Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die heimische Sparquote weiter zu stärken und die Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen zu erhöhen, um langfristige Stabilität zu gewährleisten.