Open Banking reduziert Zahl der Bankenlosen in Südafrika
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Open Banking reduziert Zahl der Bankenlosen in Südafrika

Eine neue Studie der South African Reserve Bank (SARB) zeigt, dass Open Banking die Finanzinklusion in Südafrika signifikant verbessert. Es reduziert die Zahl der Bankenlosen und steigert die Nutzung von Finanzdienstleistungen.

Open Banking reduziert Bankenlose und steigert Dienste

Die Studie der South African Reserve Bank (SARB) untersucht den Effekt von Open Banking auf die Finanzinklusion in Südafrika.

Mithilfe von Umfragedaten aus dem Jahr 2023 und der Propensity Score Matching-Technik belegen die Ökonomen Lwanga Elizabeth Nanziri, Paul Terna Gbahabo und Daniel Ofori-Sasu, dass Open Banking die Anzahl der Personen ohne Bankkonto signifikant reduziert.

Darüber hinaus verbessert es die Häufigkeit von Banktransaktionen und erhöht die Nutzung von Kredit-, Spar- und Versicherungsdienstleistungen.

Ein bemerkenswerter Befund ist, dass die Wirkung noch größer ist, wenn Open-Banking-Plattformen gezielt auf bestimmte Produkte wie Kredite ausgerichtet werden, mit positiven Spillover-Effekten auf nicht-zielgerichtete Kategorien wie Sparprodukte.

Die Autoren betonen, dass Open Banking eine alternative Möglichkeit darstellt, die Teilnahme am Finanzsektor über das bloße Halten eines Bankkontos hinaus zu steigern.

Informationsaustausch als Motor der Inklusion

Open Banking ermöglicht Banken, mit Kundenzustimmung Transaktions- und Kontodaten über APIs mit Drittanbietern zu teilen.

Dieser Informationsaustausch minimiert moralisches Risiko und Adverse Selektion, was die effektive Nachfrage und Nutzung von Finanzdienstleistungen verbessert.

Die globale Einführung von Open Banking, die 2018 im Vereinigten Königreich begann, hat zugenommen, wobei 95 Jurisdiktionen eine Form davon übernommen haben.

Für Entwicklungsländer wie Südafrika ist dies besonders relevant, da es marginalisierte Kunden in etablierte Finanzsysteme integrieren kann.

Die Studie motiviert sich aus der bisher unerforschten Verbindung zwischen Open Banking und Finanzinklusion in Entwicklungsländern, insbesondere Südafrika, das eine hohe Technologiepenetration aufweist.

Chancen und Risiken für die Politik

Die Studie liefert der SARB wichtige Hinweise zur Regulierung von Open Banking.

Sie warnt jedoch, dass unsachgemäß zielgerichtete Plattformen die Bankenexklusion verschärfen könnten, etwa durch mangelnde digitale Kompetenz oder voreingenommene Algorithmen.

Daher sind politische Maßnahmen zur digitalen Bildung und zum Schutz von Verbraucherdaten entscheidend, um die Chancen von Open Banking voll auszuschöpfen.

Quelle: Open banking and financial inclusion in South Africa

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