PA und FSCA präzisieren Aufsichtserwartungen zum JIBAR-Ausstieg
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PA und FSCA präzisieren Aufsichtserwartungen zum JIBAR-Ausstieg

Die Prudential Authority (PA) und die Financial Sector Conduct Authority (FSCA) haben gemeinsame Leitlinien zur 'No new JIBAR initiative' veröffentlicht. Ab dem 1. Mai 2026 sollen Finanzinstitute keine neuen JIBAR-Transaktionen mehr eingehen.

Das Aus für neue JIBAR-Geschäfte

Die 'No new JIBAR initiative' der SARB Market Practitioners Group (MPG) setzt ein klares Ziel: Ab dem 1. Mai 2026 sollen Finanzinstitute keine neuen Transaktionen, Produkte oder Engagements mehr eingehen, die auf dem Johannesburg Interbank Average Rate (JIBAR) basieren.

Ausnahmen sind nur in außergewöhnlichen Fällen vorgesehen.

Das Hauptziel dieser Initiative ist es, den Aufbau neuer JIBAR-Exposures zu begrenzen und einen geordneten Übergang zu ZARONIA zu unterstützen.

Dies minimiert die verbleibenden Altlasten, die vor der Einstellung der JIBAR-Benchmark-Veröffentlichung Ende 2026 umgestellt werden müssen.

Die Maßnahme steht im Einklang mit internationalen Best Practices zur Reform von Benchmarks, die darauf abzielen, die Abhängigkeit von Referenzsätzen zu reduzieren, die voraussichtlich eingestellt werden oder nicht mehr repräsentativ sind.

Klare Erwartungen an Finanzinstitute

Ab dem 1. Mai 2026 sollen Finanzinstitute keine neuen JIBAR-Transaktionen oder Produkte mehr initiieren, es sei denn, dies ist durch definierte Ausnahmen abgedeckt.

Neue Produkte müssen ZARONIA oder einen anderen geeigneten Referenzzinssatz verwenden.

Bestehende JIBAR-Engagements dürfen nicht über das betrieblich Notwendige hinaus erweitert werden.

Ausnahmsweise zugelassene Aktivitäten müssen nachweislich risikomindernd sein oder der geordneten Verwaltung von Vor-Initiativ-Engagements dienen und dürfen kein neues JIBAR-Risiko schaffen.

Eine angemessene Governance und Aufsicht sind für die Erreichung der Ziele der Initiative und die Einstellung von JIBAR unerlässlich.

Wichtiger Schritt, aber Herausforderung bleibt

Die Festlegung einer 'No new JIBAR initiative' ist ein entscheidender Schritt für einen geordneten und gut gemanagten Übergang von JIBAR zu ZARONIA.

Sie zwingt Finanzinstitute, ihre Implementierungspläne zu finalisieren und operative Anpassungen zu beschleunigen.

Dennoch bleibt die Herausforderung, die verbleibenden Altlasten zu managen und alle internen wie externen Stakeholder umfassend vorzubereiten, erheblich.