SARB reguliert grenzüberschreitende Zahlungsdienstleister
Die South African Reserve Bank (SARB) plant eine koordinierte Regulierung für grenzüberschreitende Zahlungsdienstleister. Zwei Entwürfe zur Konsultation sollen regulatorische Lücken schließen und Arbitrage verhindern.
Neue Regeln für Zahlungsdienstleister
Die South African Reserve Bank (SARB) hat eine Zunahme von Aktivitäten grenzüberschreitender Zahlungsdienstleister festgestellt.
Diese Dienstleister aggregieren und akquirieren Zahlungstransaktionen in Südafrika für Offshore-Händler, die Waren oder Dienstleistungen, einschließlich digitaler Produkte, verkaufen.
Obwohl sie keine Akquisiteure sind, agieren sie unter Sponsoring-Vereinbarungen mit autorisierten inländischen Akquisiteuren.
Derzeit sind diese Dienstleister in Südafrika jedoch unreguliert.
Das National Payment System Department (NPSD) und das Financial Surveillance Department (FinSurv) der SARB entwickeln daher einen koordinierten Regulierungsansatz.
Ziel ist es, diese Entwicklungen zu adressieren und sicherzustellen, dass die regulatorischen Anforderungen konsistent angewendet werden, um das Risiko von Regulierungsarbitrage zu reduzieren.
Dieser Ansatz unterstützt eine effektive Aufsicht über Zahlungsmodelle, die sowohl das inländische Zahlungssystem als auch grenzüberschreitende Devisenüberlegungen umfassen.
Zahlungsdienstleister müssen künftig die regulatorischen Anforderungen des NPSD aufgrund ihrer Sponsoring-Vereinbarungen für das inländische Acquiring erfüllen.
Zudem werden sie die Antrags-, Betriebs- und Compliance-Anforderungen von FinSurv einhalten müssen.
Zwei Entwürfe zur Konsultation
Im Dezember 2025 veröffentlichte FinSurv einen Entwurf für ein Rundschreiben zur öffentlichen Konsultation.
Dieses fokussiert auf die Verantwortlichkeiten von autorisierten Händlern und Zahlungsdienstleistern sowie auf grenzüberschreitende Abwicklungs- und Berichtspflichten.
Die eingegangenen Kommentare werden derzeit von FinSurv geprüft.
Das NPSD hat zudem einen Richtlinienentwurf mit dem Titel „Richtlinie für das Verhalten innerhalb des nationalen Zahlungssystems in Bezug auf die Ausgabe und den Erwerb von Zahlungen für Waren und Dienstleistungen, die von Offshore-Händlern bereitgestellt werden – Richtlinie Nr. X von 2026“ veröffentlicht.
Stakeholder sind aufgefordert, Kommentare ausschließlich zur NPSD-Richtlinie einzureichen.
Beide Dokumente werden nach ihrer Finalisierung gleichzeitig veröffentlicht.
Die Frist für die Einreichung von Kommentaren endet am 17. Juli 2026.
Einheitliche Aufsicht wird Realität
Dieser koordinierte Ansatz schließt eine signifikante regulatorische Lücke in einem sich schnell entwickelnden Bereich.
Er gewährleistet eine konsistente Anwendung der Regeln, verhindert Arbitrage und verbessert die Aufsicht über komplexe grenzüberschreitende Zahlungsmodelle.
Für die SARB ist dies ein entscheidender Schritt zur Aufrechterhaltung der Finanzstabilität und des Verbraucherschutzes im digitalen Handel.