Leitzins auf 7,0 Prozent erhöht
Die Südafrikanische Notenbank (SARB) hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 7,0 Prozent erhöht. Der geldpolitische Ausschuss entschied am 28. Mai 2026.
Vier zu zwei für die Straffung
Der geldpolitische Ausschuss der Südafrikanischen Notenbank (SARB) hat beschlossen, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 7,0 Prozent anzuheben, wirksam ab dem 29. Mai.
Vier Mitglieder stimmten für diese Maßnahme, während zwei keine Änderung bevorzugten.
Der Ausschuss begründete die Entscheidung mit einer Intensivierung der Inflationsrisiken und der Wahrscheinlichkeit von Zweitrundeneffekten durch große, überlappende Schocks.
Ziel sei es, Risiken zu managen und die Rückkehr der Inflation zum Zielwert zu gewährleisten.
Die globalen Wachstumsprognosen wurden aufgrund der Nahostkrise und schwankender Ölpreise von rund 100 Dollar pro Barrel nach unten korrigiert, während die Inflationsprognosen nach oben revidiert wurden.
In Südafrika stiegen die Verbraucherpreise im April auf 4,0 Prozent, hauptsächlich aufgrund höherer Energiekosten, wobei die Kraftstoffpreise um 11,4 Prozent zulegten.
Auch die Dienstleistungsinflation beschleunigte sich auf 4,6 Prozent.
Globale Schocks und lokale Herausforderungen
Die SARB hat ihre Wachstumsprognosen für die nächsten zwei Jahre gesenkt, da das Land mit erhöhter globaler Unsicherheit und reduziertem verfügbarem Einkommen konfrontiert ist.
Dies wird Investitionen und Haushaltskonsum beeinträchtigen.
Die jüngsten Überschwemmungen in den Provinzen Westkap, Ostkap und Nordwest haben ebenfalls Schäden verursacht.
Trotzdem bleiben die Fundamentaldaten der südafrikanischen Erholung intakt, was sich in der positiven Bonitätsbewertung durch Moody's widerspiegelt.
Die Notenbank hat ihre Ölpreisannahmen erhöht und erwartet erneuten Druck auf die Lebensmittelpreise.
Die Prognose sieht eine durchschnittliche Inflation von 4,4 Prozent in diesem Jahr und 3,7 Prozent im nächsten Jahr vor, bevor sie 2028 zum 3-Prozent-Ziel zurückkehrt.
Glaubwürdigkeit in unsicheren Zeiten
Die Zinserhöhung der SARB ist ein klares Signal, dass die Notenbank ihre Glaubwürdigkeit als Inflationsbekämpferin in einem zunehmend unsicheren Umfeld aufrechterhalten will.
Trotz der gesenkten Wachstumsprognosen priorisiert der Ausschuss die Inflationskontrolle, um Zweitrundeneffekte zu verhindern.
Dies unterstreicht die Entschlossenheit, das 3-Prozent-Ziel auch bei externen Schocks nicht aus den Augen zu verlieren.