Schweizer Leistungsbilanz und Nettoauslandvermögen 2025 rückläufig
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Schweizer Leistungsbilanz und Nettoauslandvermögen 2025 rückläufig

Der Leistungsbilanzsaldo der Schweiz sank 2025 um 15 Mrd. Franken auf 62 Mrd. Franken. Gleichzeitig reduzierte sich das Nettoauslandvermögen um 66 Mrd. auf 966 Mrd. Franken.

Goldhandel und Kapitalzuflüsse prägen Bilanz

Der Rückgang des Leistungsbilanzsaldos im Jahr 2025 war massgeblich durch den Warenhandel beeinflusst, insbesondere durch den Handel mit Gold zu nicht-monetären Zwecken.

Ein gestiegener Goldpreis führte zu einem deutlichen Anstieg sowohl der Einnahmen als auch der Ausgaben, wobei der Ausgabenüberschuss im Goldhandel den Saldo minderte.

Während der Dienstleistungshandel unverändert blieb, milderte die Einkommensbilanz den Rückgang des Gesamtsaldos, da sich die Ausgabenüberschüsse bei Primär- und Sekundäreinkommen reduzierten.

Die Kapitalbilanz verzeichnete 2025 einen Nettozugang von 105 Mrd. Franken auf der Aktivseite und 23 Mrd. Franken auf der Passivseite, was auf höhere Investitionen als Desinvestitionen hindeutet.

Der Saldo der Kapitalbilanz belief sich unter Berücksichtigung der Derivate auf 79 Mrd. Franken.

Portfolioinvestitionen trugen dabei am stärksten zum Nettozugang bei, wobei inländische Investoren mehrheitlich ausländische Dividendenpapiere und langfristige Schuldtitel erwarben, während ausländische Investoren SNB Bills erwarben.

Wechselkurse und Börsenkurse formen Auslandvermögen

Das Nettoauslandvermögen der Schweiz sank 2025 um 66 Mrd. auf 966 Mrd. Franken.

Dies ist auf eine Stagnation der Aktiven (+5 Mrd. auf 5341 Mrd. Franken) bei gleichzeitig deutlicher Zunahme der Passiven (+71 Mrd. auf 4375 Mrd. Franken) zurückzuführen.

Die Stagnation der Aktiven resultierte aus hohen wechselkursbedingten Bewertungsverlusten aufgrund des schwächeren US-Dollars, die durch preisbedingte Bewertungsgewinne an den internationalen Börsen und Transaktionen der Kapitalbilanz kompensiert wurden.

Die Zunahme der Passiven war primär auf preisbedingte Bewertungsgewinne infolge gestiegener Börsenkurse in der Schweiz zurückzuführen.

Wechselkursbedingte Bewertungsverluste fielen hier weniger ins Gewicht, da Passiven strukturell einen geringeren Anteil an US-Dollar-notierten Vermögenswerten aufweisen als Aktiven.

Im vierten Quartal 2025 setzte sich dieser Trend fort, mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 7 Mrd. Franken und einem weiteren Rückgang des Nettoauslandvermögens um 53 Mrd. Franken gegenüber dem Vorquartal.

Stabilität trotz externer Einflüsse

Die Entwicklung der Schweizer Zahlungsbilanz und des Auslandvermögens im Jahr 2025 zeigt eine hohe Sensibilität gegenüber globalen Markt- und Währungsschwankungen.

Insbesondere der Goldhandel und Wechselkurseffekte prägten die Salden, was die Offenheit der Schweizer Wirtschaft unterstreicht.

Trotz des Rückgangs des Nettoauslandvermögens, der primär auf Bewertungseffekte zurückzuführen ist, bleibt die Schweiz eine robuste Volkswirtschaft mit starken Kapitalflüssen.